Fr

26

Feb

2010

Finanzkrise - Das dicke Ende kommt erst noch

Glauben Sie, dass wir schon mitten in der Krise sind? Unten am Tiefpunkt? Viel schlimmer wird es nicht mehr werden? Ende 2009 geht es wieder aufwärts? Dann glauben Sie sicher auch, dass die Meldungen aus aller Welt der Wahrheit entsprechen und die Medien völlig übertreiben im Hinblick auf die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die gesellschaftliche Situation?

 

Immer wieder aufs Neue bin ich erstaunt, wie inzwischen in den Verdummungsmedien - insbesondere den sogenannten öffentlich rechtlichen - zwischendurch ein Lichtblick an Wahrheit erscheint. Diesesmal war es WISO vom ZDF, was uns einen erschreckenden Einblick in die Situation in den USA ermöglichte. Können Sie glauben, was Sie hier sehen? Endlose Schlangen von Arbeitslosen? Was denken diese Menschen am Ende der Schlange wohl? Wie sinnlos, sich dort die Beine in den Bauch zu stehen. Und alte Menschen, die ihr gesamtes Vermögen auf einen Schlag verloren haben, die mit 90 wieder arbeiten müssen?

 

Können wir uns wirklich vorstellen, was das bedeutet? Das "Netz", in das man in den USA fällt, ist nicht mit unserem vergleichbar. Ich warne jedoch davor, sich hier in Sicherheit zu wiegen, nur weil wir im Sozialwohlstandsland BRD leben. Wir leben genauso wie die USA auf Pump.

  

 

Das gesamte Sozialsystem Deutschlands wird bald hinüber sein. Es mag zwar sein, dass man bei uns Anspruch auf alle möglichen Zuwendungen hat, doch wenn der Staat immer weniger bis fast keine Einnahmen mehr hat, was dann? Dann wird auch bei uns mit der Gelddruckerei begonnen werden, garantiert.

 

Wohin das führt? Der WISO-Beitrag schafft einen kleinen Einblick. Und bitte bedenken Sie, auch die USA sind noch nicht am Tiefpunkt angekommen. Sie meinen, das könne ja kaum mehr tiefer gehen?

 

Wie oft haben wir in den vergangenen Wochen von einer noch schlimmeren Krise als in den Dreißigern gehört, die uns bevorsteht? Ständig. Wie üblich löst eine derartige Dauerberieselung jedoch keine Hirnaktivität bei den meisten Menschen aus. Viele hören es und das wars auch schon. Persönliche Konsequenzen? Fehlanzeige.

 

Je weiter dieser Krisenzug rollt, desto mehr wird uns allen klar, das wird kein Spaziergang und das mit "schlimmste Krise seit 100 Jahren" wird uns irgendwann ins Gesicht schreien. Die Menschen, welche in der Lage sind, sich konkret in die kommende Situation hineinzudenken, können grob ermessen, was das für sie bedeuted:

 

  • Im schlimmsten Fall Verlust der Arbeitsstelle bzw. als Selbstständiger weniger oder gar keine Kunden mehr
  • Zunächst nur Einkommensverlust durch den Erhalt von ALG I
  • Entweder nach längstens 12 Monaten ALG II bzw. Hartz4 oder durch vorzeitige Gesetzesänderungen oder gar Staatsbankrott weitgehender bis vollständiger Einkommensverlust
  • Sofern Kredite vorhanden sind, umgehend Verlust der kreditfinanzierten Güter, evtl. sogar dem Haus
  • Ohne Mietzahlungen droht der Rausschmiss - bei massenhafter Zahlungsunfähigkeit werden sich aber Räumungen nicht so schnell durchführen lassen
  • Was gibts zu essen ohne Geld? Wer einen großen Garten hat, kann sich glücklich schätzen, auch ein funktionierendes Beziehungsnetz kann helfen
  • Selbst so gewöhnliche Dinge wie Telefon, Internet, Mobilfunk, Strom und Gas, die für sich genommen eigentlich zumeist gar keine hohen Beträge ausmachen - ohne Einkommen droht auch hier der Totalverlust
  • Jegliche Mobilität endet dann schließlich auch

 

Am Ende sitzt eine große Masse an Menschen womöglich wirklich im dunklen, kalten Wohnzimmer in Klamotten, die seit 4 Wochen nicht mehr gewaschen wurden und hoffen, dass sie am nächsten Tag bei der zentralen Essensausgabe wieder etwas abbekommen.

 

Archivartikel

Autor: Miracle Media Redaktion

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