Geschäftsidee Nageldesignerin

Das Schönheitsbewusstsein der Menschen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Schöne, attraktive Hände und gepflegte Fingernägel sind heute eine Selbstverständlichkeit. Deshalb lassen immer mehr Frauen und zunehmend auch Männer ihre Hände und Nägel von Nageldesignern professionell pflegen und verschönern.

Vor einigen Jahren noch völlig unbekannt ist der Beruf des Nageldesigners heute fest etabliert und anerkannt. Die Hauptaufgabe eines Nageldesigners ist die kosmetische Behandlung und Pflege von Händen und Nägeln.

 

Gegen verschiedenste Hautunregelmäßigkeiten werden Peeling-Behandlungen durchgeführt. Zur Beruhigung, Durchblutung und Straffung bzw. zur Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit oder besonderen Wirkstoffen legen Nageldesigner warme Kompressen, Öl- oder Cremepackungen auf. Mit ätherischen Ölen werden kosmetische Hand- und Armmassagen durchgeführt.

Bevor Nageldesigner ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen können, beraten sie ihre Kunden freundlich und kompetent. Dann kürzen sie Nägel und bringen sie in Form, pflegen Nagelhaut und Nagelbett, entfernen Hornhautstellen, führen gegebenenfalls Nagelverstärkungen durch oder bringen künstliche Nägel an. Sie tragen Nagellack auf oder passen Nagelverzierungen, wie zum Beispiel Strass an.

 

Neben der Neumodellage und dem regelmäßigen Auffüllen der Kunstnägel werden Nageldesigner auch mit sehr speziellen Aufgaben konfrontiert: So haben Kunden nicht nur Längst- oder Querrillen, sie kommen auch mit abgebrochenen oder eingerissenen Fingernägeln, mit Pilzbefall oder Schuppenflechte ins Nagelstudio. Eine besondere Herausforderung sind „Nagelbeiser", denen mit speziellen Behandlungsmethoden wieder zu gepflegten Fingernägeln verholfen wird. 

 

Welche Ausbildung brauche ich?

 

Grundsätzlich gilt: Der Beruf Nageldesigner ist gesetzlich nicht geschützt, d.h. jeder darf sich so nennen, diesen Beruf ausüben und sogar lehrend tätig werden.

Ohne eine qualifizierte Ausbildung werden Sie jedoch nicht weit kommen. Immer mehr Konkurrenten strömen auf den Markt und langfristig kann nur der bestehen, der über fundierte Fachkenntnisse und umfangreiche Praxiserfahrung verfügt.

 

Eine solide Grundausbildung zum Nail Designer dauert bei seriösen Ausbildungsunternehmen zwischen zwei und sechs Monate. In dieser Zeit werden wenigstens zwei oder drei ganztägige Seminare besucht, zwischen denen längere Trainingsphasen zu Hause liegen sollten, die für intensive Übungen genutzt werden. Empfehlenswert ist auch ein zusätzliches Praktikum in einem Nagelstudio, welches sich gegebenenfalls an den Besuch eines aufbauenden Profiseminars anschließen sollte.

 

Verschiedene Möglichkeiten, ins Geschäft einzusteigen

 

Wer neu in das Gewerbe einsteigt, sollte sein Risiko so klein wie möglich halten und Situationen suchen, in denen man durch "abgucken" lernen kann. In diesem Sinne bieten sich interessante Kooperationsmöglichkeiten mit kleinen Kosmetiksalons oder Friseurgeschäften an, wo die frisch gebackene Nageldesignerin stundenweise arbeiten kann.

 

Eine weit verbreitete Methode sind mobile Services. Die Nachteile gegenüber der ersten Variante liegen dabei auf der Hand: Werbung, Terminplanung und Organisation liegen in der eigenen Verantwortung der Nageldesignerin. In Zeiten hoher Benzinpreise ist das Risiko deshalb deutlich höher einzuschätzen. Allerdings halten sich die Kosten für die Einrichtung eines Nail Design Arbeitsplatzes dann auch in Grenzen.

 

Eine Existenzgründung mit einem eigenen Nagelstudio benötigt etwas mehr Vorbereitung und Planung. Bevor Sie an ein eigenes Nagelstudio denken, sollten Sie Erfahrungen sammeln. Machen Sie zunächst ein Praktikum bei einem soliden, eingeführten Unternehmen. Üben Sie Ihr Handwerk, den Kundenumgang und Ihre Selbstorganisation und schauen Sie sich die Unternehmensorganisation von anderen ab. Lernen Sie die Fahrzeiten, die Arbeitszeiten und die Terminwünsche der Kunden zu koordinieren und realistisch einzuschätzen und damit zugleich die wichtigsten Erfolgsbedingungen beherrschen.

Wie mache ich mich als Nageldesignerin selbstständig

32 Fragen aus der Redaktionssprechstunde

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