Geschäftsidee Sortierdienst

Sie lieben Ordnung und Ihre eigene Ablage ist akribisch genau sortiert? Dann bieten Sie diese Dienstleistung doch Ihren Kunden als Sortierdienst an.

Wer suchet der findet, aber wann? Wie viel Zeit wird mit der Suche wichtiger Unterlagen verschwendet? In vielen Firmen gehört das Suchen zur Tagesordnung: Suchen nach Projekt-Dokumenten, Protokollen, Angeboten, Katalogen, Zeitschriften, Kontoauszügen... Hier versteckt sich ein großes Zeitpotential, das besser genutzt werden kann.

 

Profi-Aufräumer ordnen Unterlagen und Firmenakten, sortieren Fotoarchive, Versicherungspolicen und Kontoauszüge. Die Spezialisten räumen jedoch nicht nur auf, sondern schaffen auch auf die Bedürfnisse ihrer Kunden individuell abgestimmte Systeme, die die Benutzer selber weiterführen können.

Potentielle Kunden eines Sortierdienstes sind vor allem Einzelunternehmer sowie kleine und mittlere Unternehmen, die aus Kostengründen auf eine fest angestellte Bürokraft verzichten. Doch auch Privatkunden sind als Zielgruppe interessant. So kann ein Sortierdienst z.B. Hilfe bei Krankheit oder Tod eines Ehepartners bieten, indem er Schriftverkehr und Behördengänge erledigt und den Nachlass ordnet. Ehepaare und Einzelpersonen sind dankbar für die Hilfe bei der Bewältigung und Sortierung der Papierflut, Durchsehen der Post bei Abwesenheit, ordnungsgemäße Vernichtung überflüssiger Unterlagen sowie für das korrekte Ablegen wichtiger Unterlagen für Steuer, Versicherungen etc.

 

Voraussetzungen

 

Beste Voraussetzungen für den Einstieg als professioneller Sortierer bringen Sie mit, wenn Sie neben einem ausgeprägten Organisationstalent über Büroerfahrung verfügen. Zwar benötigen Sie keine formelle Ausbildung, doch es ist empfehlenswert, sich vor dem Start Fachkenntnisse durch den Besuch von Seminaren und Messen sowie die Lektüre von Fachliteratur anzueignen. Wenn Sie elektronische Leistungen anbieten wollen, sollten Sie sich mit den gängigen Buchhaltungs- und Archivierungsprogrammen gut auskennen.

 

Die wichtigste persönliche Voraussetzung, die Sie für die Gründung eines Sortierservice mitbringen müssen, ist Zuverlässigkeit. Das mag selbstverständlich klingen, aber wenn man sich in der Branche umhört, begegnet man immer wieder der Klage über nicht eingehaltene Termine. Der gute Ruf in Sachen Pünktlichkeit - und das heißt auch die realistische Einschätzung Ihrer Leistungskapazitäten - ist das A und O eines guten Sortierservices. 

 

Was kann ich verdienen?

 

Für Sortierungen gibt es keine feste Gebührenordnung oder Tarife. Wenn Sie Ihre Preise kalkulieren wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten: 

 

1. Berechnen Sie Ihren Kunden Stundensätze. Weniger als 35 EUR sollten Sie hierbei nicht ansetzen, die Obergrenze liegt zurzeit bei ca. 50 EUR (dieser Satz wird im Allgemeinen für die Arbeit beim Kunden, also nicht im eigenen Büro, berechnet). Der durchschnittliche Stundensatz liegt bei 30 - 40 EUR, zzgl. Mehrwertsteuer.

 

2. Weitaus üblicher ist die Verrechnung einer Pauschale, das heißt, der Kunde bezahlt einen Festpreis. Die Pauschale ist abhängig vom anfallenden Arbeitsaufwand, entsprechend groß ist die Spannweite, die sich zwischen 50 EUR und 1.500 EUR pro Monat bewegen kann. Auch eine pauschale Abrechnung pro Umzugskarton ist üblich. Hierbei werden pro Umzugskarton sortierter Unterlagen 100 bis 200 EUR in Rechnung gestellt.

 

Bei einem neuen Kunden ist es von Vorteil, mit einem Stundensatz anzufangen, da Sie in der Anfangsphase ja erst einmal das „Ablage-Chaos" Ihres Auftraggebers kennen lernen müssen. Danach können Sie mit dem Kunden gemeinsam eine Pauschale festlegen, die für Sie beide akzeptabel ist.

 

Wer nebenberuflich startet, kann bereits mit zwei bis drei Stammkunden gut über die Runden kommen. Da die meisten Sortierdienste von zu Hause aus arbeiten, halten sich die Betriebskosten in Grenzen, so dass ein Gewinn über 60% vor Steuern durchaus realistisch ist.

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