Mit Fußpflege in die Selbstständigkeit


Wie Sie sich mit Fußpflege erfolgreich selbstständig machen

Selbständig machen mit Fußpflege

Selbständig machen mit Fußpflege - kaum ein anderer Berufszweig bietet Ihnen die Chance, sich in einem nahezu krisensicheren Bereich selbständig zu machen. Acht von zehn Bundesbürgern über 25 Jahren haben krankhafte Fußbeschwerden, aber auch viele ältere Menschen sind, um schmerzfrei gehen zu können, auf eine professionelle und regelmäßige Fußpflege angewiesen. 

 

Wenn Sie sich mit Fußpflege selbständig machen wollen, müssen Sie zwischen zwei Bereichen unterscheiden - zwischen kosmetischer und medizinischer Fußpflege.

Was ist der Unterschied zwischen kosmetischer und medizinischer Fußpflege?

Zur kosmetischen Fußpflege (Pediküre) gehören alle pflegerischen und dekorativen Maßnahmen am gesunden Fuß. Zum Beispiel:

 

  • Pflege der Füße mit Masken und Ampullenkuren
  • Aroma-Fußmassagen
  • Entfernung von Hornhaut mit Hornhauteinweicher
  • Feilen und Kürzen der Nägel
  • Zehennagelüberzug mit Nagellack, Gel bzw. French-Nailart

 

Die medizinische Fußpflege (Podologie) ist die präventive, therapeutische und rehabilitative Behandlung am gesunden, von Schädigungen bedrohten oder bereits geschädigten Fuß. Dazu gehören u. a.: 

 

  • Behandlung von Diabetikern
  • Entfernung von Hühneraugen, Schwielen und eingewachsenen Nägeln
  • Nagelkorrektur mit Spangen
  • Behandlung von schwierigen Fußproblemen 

Kosmetische Fußpflege darf jeder, auch ohne entsprechende Ausbildung, frei ausüben. Die medizinische Fußpflege ist per Gesetz als heilberufliche Tätigkeit eingeordnet und damit erlaubnispflichtig. Seit dem 1. Januar 2003 darf sich nur derjenige medizinischer Fußpfleger (Podologe) nennen, der entweder die Erlaubnis nach § 1 Satz 1 Podologengesetz (PodG) oder die Berechtigung oder staatliche Anerkennung nach § 1 Satz 2 i. V. m. § 10 Abs. 1 PodG nachweisen kann. Ausnahmen und spezielle Fallgruppen sind in § 10 Abs. 2 bis Abs. 6 PodG geregelt.


Markt- und Berufschancen

Gerade die Podologie bietet für alle, die sich selbständig machen wollen, hoch interessante Berufschancen. Menschen mit Fußproblemen werden in den kommenden Jahren deutlich zunehmen und immer häufiger einer qualifizierten Versorgung durch Podologen bedürfen.

 

Der in den kommenden Jahren größer werdende Bedarf an Podologen wird durch neueste Urteile genährt. "Medizinische Fußpflege" ist eine den Podologen vorbehaltene Tätigkeit. Werbung durch Personen ohne podologische Qualifikation (z.B. Fußpfleger, Kosmetiker etc.) mit dem Zusatz "med." oder „medizinisch“ ist gesetzeswidrig. 

 

Anfragen nach podologischer Zusammenarbeit kommen u. a. von Ärzten, Apotheken und Gesundheitshäusern. Podologen arbeiten dabei sowohl im Angestelltenverhältnis als auch auf selbständiger Basis, sehr oft auch in eigener Praxis.

 

Besonders gefragt sind Podologen in diabetologisch orientierten Fußambulanzen in Krankenhäusern oder in Schwerpunktpraxen für Diabetologie mit oder ohne angeschlossener (diabetologischer) Fußambulanz. Auch Orthopädiefachgeschäfte, Altenwohn- und Pflegeheime, Rehabilitationszentren, Sozialstationen sowie Arztpraxen mit orthopädischem oder dermatologischem Schwerpunkt sind Arbeitsfelder für Podologen. Ein sehr anspruchsvolles Aufgabenfeld ist auch die Tätigkeit als Lehrkraft an Schulen für Podologie.

 

Die meisten Arbeitsplätze dürfte es jedoch in Praxen niedergelassener Podologen (Mehr-Mitarbeiter-Praxen) geben. Die Möglichkeit der Praxisgründung mit Kassenzulassung ist seit 1.5.2003 unmittelbar nach der Ausbildung und Erteilung der Erlaubnisurkunde zur Führung der Berufsbezeichnung, also nach Abschluss der Ausbildung, ohne weitere Berufserfahrung gegeben (EG-Recht).

 

Die qualifizierte Fußversorgung diabetischer Patienten wird von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) durch ein Diabetes-Qualitäts-Modell besonders gefördert. Im Rahmen dieser Standards schreibt die DDG die Einbindung von Podologen in die entsprechenden Behandlungskonzeptionen vor. 

Welche Ausbildung brauche ich

BranEine fundierte Ausbildung als Fußpfleger ist unverzichtbar, wenn Sie sich mit Fußpflege selbständig machen wollen, gerade angesichts der Risiken, die fußmedizinische Behandlungen vor allem für Menschen mit Durchblutungsstörungen, Diabetes, Blutkrankheiten oder besonderer Immunschwäche in sich bergen. Die gesetzlich geregelte Ausbildung dauert in Vollzeit zwei Jahre, in Teilzeit höchstens vier Jahre und besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung. Sie wird durch staatlich anerkannte Schulen vermittelt und schließt mit einer staatlichen Prüfung (IHK) ab.

 

Weitere Branchen-Infos, Zahlen und Hintergründe erhalten Sie in dem umfangreichen Praxisleitfaden "Wie mache ich mich mit Fußpflege selbstständig".

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Kommentare: 2
  • #1

    Bettina (Dienstag, 31 Juli 2012 22:41)

    Endlich mal jemand, der Tacheles redet und genau den Unterschied erklärt.
    Leider werden viele Interessenten von Kurz- Kursanbietern nicht oder falsch aufgeklärt und wundern sich hinterher, warum sie das, was sie gelernt haben, nicht ausüben dürfen.
    Danke für die tolle Seite

  • #2

    Michael Stein (Samstag, 19 Januar 2013 16:15)

    Ich habe auch festgestellt, dass man genau hinschauen muss, wofür man sich ausbilden lässt. Begeisterung für und Hoffnung auf selbstständige Arbeit können für die Risiken blind machen.
    Mein Tipp: Ausbildungs-Angebote nicht von Familie und Freunden, sondern von "Fremden" (z.B. IHK, Handwerkskammer) gegenchecken lassen - die sind aufgrund ihrer Distanz ehrlicher.