Konfliktlösung als neues Unterrichtsfach?



Mit bewusster Wahrnehmung Probleme vermeiden

Wie würde unser Leben aussehen, wenn jeder die Methoden für einen wertschätzenden Umgang mit unseren Mitmenschen, wie sie im Business-Kontext schon sein Jahren in Seminaren und Workshops gelehrt werden, schon in der Schule gelernt hätte? Hier einige Gedanken dazu.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Zwischenmenschliche Probleme gehören zum Alltag. So ergab eine vom Wiener Institut für Management und Leadership kürzlich durchgeführte Untersuchung, dass in Deutschland 15 Prozent der Arbeitszeit allein für das Austragen von Konflikten verloren gehen.

 

Dabei sind die Wege zur Konfliktlösung vergleichsweise einfach:

Wir müssen nur lernen unser Umfeld bewusster wahrzunehmen - Dinge besser zu hinterfragen, bevor wir vorzeitig urteilen und reagieren. 

 

Wenn sich ein Konflikt anbahnt, wissen wir oft nicht, wie wir damit umgehen sollen. Mancher reagiert wie ein Dampfkochtopf, dessen Ventil mit Gewalt nach unten gedrückt wird. Mit der Zeit baut sich im Inneren so viel Druck auf, dass eine gewaltige Explosion unvermeidbar ist.

 

Noch schlimmer ist es, wenn durch viel zu langes Wegsehen, Negieren oder Schweigen ein Problem unter den Teppich gekehrt wird. Man frist alles in sich hinein, eine so genannte „Implosion“ ist die Folge und führt nicht selten zu Bauschmerzen und Magengeschwüren. 

 

Das Problem:

Nur wenige Firmeninhaber, Abteilungsleiter, Mitarbeiter etc. haben gelernt, wie man eine Diskussion fair und in wertschätzendem Ton austrägt. So wird es oft laut, man argumentiert unfair oder zieht sich zurück und sagt einfach gar nichts mehr. NLP - das neurolinguistische Programmieren - liefert Methoden zur Konfliktvermeidung und Konfliklösung, die jeder leicht erlernen und sofort im Alltag umsetzen kann.

Konfliktlösung als neues Unterrichtsfach?

Wie würde unser aller Alltag aussehen, wenn jeder die Methoden, die im Businesskontext seit Jahren in Seminaren und Workshops gelehrt werden, schon in der Schule gelernt hätte?

 

Die Instrumente der Kommunikation sind meist so einfach, dass bereits Kinder eine zielführende und wertschätzende Kommunikation in der Schule erlernen könnten. Sicherlich ginge es dann auf Schulhöfen, in Firmen aber auch im Privatleben vieler Menschen friedlicher zu.

 

Jeder Mensch hat seine eigene Wahrnehmung und versucht die Welt durch seinen ganz individuellen Wahrnehmungsfilter zu verstehen. Wie schon der große Goethe so treffend dazu sagte: „Es hört doch jeder nur, was er versteht.“ Mit denen seit Jahrzehnten erfolgserprobten Methoden des NLP kann jeder lernen, sein Gegenüber besser zu verstehen. 

NLP und Wahrnehmung

Beispiel für die in Seminaren vermittelten Methoden sind die Erkenntnisse von Dr. Richard Bandler, der herausgefunden hat, dass weltweit alle Menschen drei Dinge mit ihrer Wahrnehmung veranstalten:
 
1. Wir generalisieren
Wir packen große Einheiten und sagen dann Dinge, wie: alle Männer/Frauen, Bayern/Norddeutschen, Chefs/Mitarbeiter, Vertriebler/Techniker, etc.

2. Wir verzerren und interpretieren 

Ist jemand unpünktlich, deuten wir das als Desinteresse oder Missachtung. Die wahren Gründe der Unpünktlichkeit hinterfragen wir nicht.

 

3. Wir übersehen gewisse Aspekte 

Frisch Verliebte sehen gerne alles rosa-rot. Sie sehen nur das Positive und negieren die durchaus vorhandenen Schattenseiten. Im Streit jedoch neigen die meisten Menschen dazu, nur noch das Negative an einer Person oder Tatsache zu sehen, was den Konflikt noch weiter verschärft.

Mit einer treuen Crew in den sicheren Hafen

Ein Unternehmen gleicht einem Segelschiff: nur wenn die gesamte Mannschaft geschlossen hinter dem Kapitän steht, erreichen alle gemeinsam den sicheren Hafen des Wachstums. Kein Skipper würde eine untrainierte Crew auf sein wertvolles Schiff lassen oder gar eine Meuterei riskieren. 

 

Nur eine "eingeschworene Crew", die gemeinsam durch Dick und Dünn geht, sichert den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Leider werden in vielen Firmen Defizite in der Mitarbeiter-Kommunikation einfach ignoriert. Flurfunk, Fehlzeiten und Fluktation sind die Folge. Dabei sind die Kosten für ein Seminar zur Konfliktlösung, ein NLP-Coaching oder Führungstraining verglichen mit den Kosten für Fehlzeiten oder Rückgang der Produktivität verschwindend gering. Vielleicht sollten die Entscheider in Unternehmen einmal darüber nachdenken.

 

Quelle: Christl Lang

www.on-course.de

 


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