Was tun, wenn positives Denken nicht mehr hilft?



Schritte zur Problemlösung

Bild: stockimages / freedigitalphotos.net
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Wer kennt ihn nicht diesen Spruch: "Immer positiv denken, dann wird's schon!" Aber waren wir nicht alle schon in Situationen, in denen alles positive Denken nichts genützt hat?

 

Auch die besten Erfolgsmethoden helfen manchmal nichts, wenn man aus einem unter-schwellig negativem Gefühl heraus handelt. Auch wenn man sich noch so fest auf sein Ziel einstellt, wenn im Grunde daran gezweifelt wird, helfen alle Bemühungen nichts. 

 

Hierzu eine kleine Geschichte aus dem wahren Leben, erzählt von Jürgen Heinrich, Erfolgscoach aus Bamberg.

Die Geschichte

Entmutigt und genervt standen wir in der glühenden Mittagssonne auf der Pferdekoppel. Unser Pferd Chiara sträubte sich nun seit mehr als zwei Stunden, in den Pferdehänger für die Heimfahrt zu gehen. Meine Tochter und fast ein Dutzend Reiterinnen und Helfer bemühten sich redlich, doch alle Leckerlis, Longieren und sogar Augen verbinden brachten es nur so weit, dass das Pferd mit den Vorderbeinen in den Anhänger trat, um gleich darauf wieder kehrt zu machen und alles ging von vorne los.


Was sollten wir tun? Einfach nur postiv denken? Welche "Erfolgsmethoden" konnten uns helfen Chiara endlich in den Anhänger zu bekommen?

 

Wir beschlossen, erstmal die Ruhe zu bewahren. Das wird schon! Wir warteten einfach ab. Wir beobachteten die Helfer, doch je länger wir dem Treiben zusahen, um so ungeduldiger und nervöser wurden wir. Das war also nicht der richtige Weg.


Dann wollten wir es mit "Visualisieren" versuchen. Mit vereinten Kräften musste es doch klappen. Wir setzten uns ins Auto, schlossen die Augen und stellen uns vor, wie Chiara leichten Schrittes ganz von selbst in den Anhänger trabte. Doch gerade, als die Bilder sich aufbauten, wurden wir von den umliegenden Geräuschen wieder aus unseren Träumen herausgerissen.

 

Mit der Zeit wurden wir immer ungeduldiger. Nach nunmehr fast 2 1/2 Stunden verließen wir das Spektakel und steuerten eine kleine Mahlzeit an. Wir dachten, etwas Abstand würde uns jetzt bestimmt gut tun. So schlenderten wir gemütlich zum Kiosk und brachten uns mit ein paar lustigen Anekdoten zum lachen. Und gerade, als wir nicht mehr an die bockige Chiara dachten, kam meine Tochter mit strahlendem Gesicht auf uns zu und verkündete: "Sie ist drin - endlich!" 

3 Schritte zur Problemlösung

Vielleicht besitzen Sie kein Pferd, aber sicher kennen Sie solche oder ähnliche Situationen. Da ist der Kunde, der nach mehreren Verkaufsgesprächen immer noch nicht kaufen will. Vielleicht versuchen Sie ein Problem mit Ihrem PC zu lösen oder die lange geplante Renovierung läuft einfach nicht so, wie Sie es sich wünschen. 

 

Jeder Gedanke dreht sich nur um das Problem und was man auch versucht, nichts funktioniert. Ganz im Gegenteil - je mehr man die Lösung erzwingen will, desto schlimmer wird es. Folgende Schritte rät Jürgen Heinrich: 

1. Situation erkennen

Zuerst sollten Sie die Situation erkennen und analysieren, wo genau das Problem liegt. Halten Sie inne und handeln Sie nicht weiter in „blindem Aktionismus“. 

2. Lenken Sie sich ab

Tun Sie etwas völlig anderes! Gehen Sie spazieren, setzen Sie sich in ein Cafe oder lesen Sie ein Buch. Wichtig ist, dass Sie etwas tun, was ihnen gut tut. Vielleicht haben Sie einen netten Bekannten oder Freund, der Sie zum Lachen bringt und mit dem Sie gerne plaudern. Je besser Sie sich fühlen, desto besser. Sie füllen so Ihre Speicher mit positiver Energie auf, die Ihnen später dabei hilft, alles besser zu bewerkstelligen.


Oft ist es auch so, dass gerade, wenn man an etwas ganz anderes denkt, auf einmal die tolle Idee, die Lösung für das Problem auftaucht. Manchmal erledigen sich die Dinge auch ganz von alleine, ohne dass man etwas getan hat.


 

Sollte sich auch nach der kleinen Auszeit keine Lösung finden, so hat der Erfolgscoach noch einen letzten Tipp:

3. Vertagen Sie es (wenn möglich)!

Erstmal über eine Sache zu schlafen, hat sich schon immer bewährt. Nutzen Sie eine Affirmation, indem Sie sich vor dem zu Bett gehen sagen:

„Die Lösung für meine Situation wird ganz einfach auf mich zukommen. Wenn ich am nächsten Morgen aufwache, freue ich mich über meine Ideen, die mir dabei helfen die Situation anzugehen. Ich fühle mich entspannt und vollkommen gelassen.“

 

Quelle: JH-Erfolgsmanagement

www.juergen-heinrich.de

Quelle: OpenPR


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