11 Regeln für eine bessere Kommunikation


Kommunizieren, aber richtig!

Bild: Gert Altmann / pixelio.de
Bild: Gert Altmann / pixelio.de

Kommunizieren ist für jeden von uns etwas ganz Natürliches und Alltägliches. Wer denkt schon darüber nach, wie er kommuniziert, wie er sich gegenüber

anderen verhält? Zu Unrecht. Denn gerade weil Kommunikation so alltäglich ist, ist eine gute Kommunikationsfähigkeit für alle Lebensbereiche wichtig, auch und besonders für den beruflichen Alltag. Deshalb lohnt es sich, einmal genauer hinzusehen. Hier einige Regeln, mit denen Sie Ihre Kommunikation verbessern können.

1. Nehmen Sie sich Zeit!

Versuchen Sie nie etwas Wichtiges zu besprechen, wenn der andere nicht auch dazu bereit ist, z.B. wenn er/sie mit etwas beschäftigt, müde oder hungrig ist.

2. Lassen Sie sich nicht ablenken!

Halten Sie möglichst Augenkontakt. Suchen Sie den besten Ort für das Gespräch aus. Der andere fühlt sich wertgeschätzt, wenn Sie Ihre volle Aufmerksamkeit schenken und wird Ihnen entgegenkommen.

3. „Ich empfinde...“

Ehrlichkeit ist entwaffnend: Leiten Sie das Gespräch mit einem ehrlichen persönlichen Eindruck oder Gefühl/Empfinden ein, ohne gleich einen Vorwurf zu formulieren. Damit erreichen Sie zweierlei: Sie müssen sich Ihrer Position und Ihrer Gefühle zum Thema bewusst werden und kommen so nicht in die Gefahr von Unterstellungen und Anschuldigungen.

4. Hören Sie bewusst zu!

Für eine bessere Kommunikation lassen Sie Ihren Gesprächs-partner immer ausreden. Seien Sie geduldig, besonders wenn

der andere etwas Kritisches bemerkt und noch nicht zu Ende ist. Überlegen Sie nicht gleich Ihre Verteidigung. Fragen Sie nach, interessieren Sie sich dafür, wie der andere zu seiner Meinung gekommen ist - auch wenn´s vielleicht schwer fällt!

5. Wiederholen Sie zuerst und setzen Sie dann den Gedanken des Gesprächspartners fort!

Versuchen Sie das Statement Ihres Gegenübers in Ihrer Antwort zuerst zusammenzufassen, bevor Sie einen neuen Inhalt vor-bringen. Probieren Sie Formulierungen wie „Ich habe dich so verstanden ...", "Du denkst also, dass... oder "Ich fühle mich dabei...“. Möglich, dass sich dadurch Missverständnisse schon

im Entstehen auflösen.

6. Arbeiten Sie zusammen!

Spielen Sie nicht jeden alten Trumpf aus, wenn es beginnt hitzig zu werden. Machen Sie die Kommunikation lieber zur Kooperation! Bleiben Sie am Thema und versuchen Sie, ein Win-Win-Ergebnis zu erreichen. Kommunikation ist kein Wettbewerb. Wenn es am Ende Sieger und Besiegten gibt, werden beide nicht glücklich sein.


7. Gehen Sie es Stück für Stück an!

Wenn Sie eine wichtige Entscheidung treffen müssen oder ein heikles Thema behandeln, zerlegen Sie es in mundgerechte Stücke. So wird das Bild schnell klarer werden.

8. Drücken Sie sich klar aus!

Es kommt besser, zu sagen: „Ich möchte, dass Du morgen den Mülleimer ausleerst!“ statt: “Du kümmerst Dich überhaupt nicht um die Wohnung“. Der Adressat weiß somit, was Sie wollen und wird nicht so gekränkt sein, wie wenn Sie eine allgemeine Kritik vom Stapel lassen.

9. Stellen Sie sich auf die Stimmung des Partners ein!

Es ist O.K., bei manchen Themen zu lachen, aber ein Grinsen kann gute Kommunikation jäh unterbrechen. Wenn es Ihrem Partner ernst ist, gehen Sie wie ein Spiegelbild auf seine Stimmung ein. Nur dann fühlt er sich auch ernst genommen und wird sich öffnen.


10. Machen Sie Ihren Partner nicht runter!

Kränkungen und Beschimpfungen haben in guter Kommunikation nichts verloren. Wenn Sie sich selbst bereits verletzt fühlen, dann sagen Sie das auch ehrlich. Für eine bessere Kommunikation unterbrechen Sie den Teufelskreis, anstatt zurückzuschlagen - Sie werden Ihrem persönlichen Ziel damit wesentlich näher kommen!

11. Männer und Frauen kommunizieren unterschiedlich!

Untersuchungen bestätigen, dass Frauen den Verlauf ihres Denkens und ihrer Entscheidungs-findung artikulieren. Männer hingegen durchlaufen den selben Prozess intern. Das heißt: Männer warten bis sie eine Antwort oder die Lösung für ein Problem gefunden haben und verkünden sie erst dann. Frauen sprechen meist schon über ihre ganze innere Analyse.

 

In der Praxis resultieren daraus die meisten Kommunikationsprobleme zwischen Männern und Frauen: Männer sehen den fraulichen Überlegungsprozess oft schon als „endgültige Antwort“

an und wundern sich, wenn Frau ihre Meinung nochmal ändert. Frauen können den Entscheidungsprozess eines Mannes oft nicht abwarten und unterstellen ihm, sich überhaupt keine Gedanken zu machen. Dabei würde ein kleiner Hinweis von beiden Seiten sicherlich schnell Licht in die Sache bringen!


Für eine bessere Kommunikation und auch um einander besser zu verstehen, sollte man keine vorschnellen Annahmen treffen. Sie sollten auch nicht vom anderen erwarten, dass er/sie Gedanken lesen kann! Das beste, um Missverständnisse aller Art zu vermeiden, ist zu fragen.

Zum Beispiel: "Wie meinst Du das?", "Verstehe ich Dich richtig... ?" oder "Was ist los?". 

 

Quelle: studentenberatung.at


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