Karriere-Tipp: Wie Frau mit Männern Klartext spricht



Zitat: "Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird." Immanuel Kant


6 goldene Regeln für den Umgang mit Männern

Bild: Dmitriy Shironosov / dreamstime.com
Bild: Dmitriy Shironosov / dreamstime.com

Wollen Sie Recht haben oder beruflich voran-kommen? Gerade im Business gibt es in der Kommunikation zwischen Mann und Frau große Missverständnisse. "Ich kann das" oder "Ich will das" - hört sich ganz simpel an und trotzdem tun sich vor allem Frauen im Job meist schwer, ihre Ziele klar anzusprechen oder Erfolge für sich zu deklarieren.

 

Bei allen guten Vorsätzen für eine erfolgreiche berufliche Kommunikation mit Männern lauert

die ein oder andere Stolperfalle. 

 

Zwei Beispiele: 

1.

Ziele rechtfertigen!
SIE will eine höhere Position oder mehr Geld. Der Chef hebt nur die Augenbraue: "Sind Sie sicher, dass Sie das können / verdient haben?" Und schon tappt Frau in

die Rechtfertigungsfalle: "Ja, aber... weil... und ich habe ja im letzten Jahr...".


2.

Alles ist persönlich!

Das Projekt ist fertig, der Auftrag erledigt. Doch der Chef oder Mitarbeiter äußert

Kritik an einem Teil der Arbeit. Frau gerät aus dem Ruder. Was hat sie falsch gemacht? Steht sie jetzt in der Kritik, wackelt ihre Position? Frauen neigen dazu,

sich bei Kritik selbst in Frage zu stellen. Männer hingegen üben Kritik an der Arbeit

des anderen – nur um danach schulterklopfend gemeinsam ein Bier trinken zu

gehen.


Die renommierte Coaching-Woman Nicole Stange ist überzeugt: Jede Frau kann wirklich alles bekommen, was sie will, wenn sie es an der richtigen Stelle und im richtigen Moment mit den richtigen Worten rüberbringt. Das hört sich simpel an, aber wie geht das?

 

Nicole Stange gehört zu den renommiertesten Coaching-Women Deutschlands. Sie trainiert weibliche Führungskräfte, etwa von Coca Cola oder Dior. Dabei weiht sie Frauen in jene Werkzeuge ein, die es ihnen leichter machen ihre Ziele erfolgreich zu erreichen. Stange:

"Die Business-Sprache ist männlich. Wir können nur lernen, sie ebenfalls zu sprechen." 

6 Kommunikationsregeln, wie Frau mit Männern spricht

1. Nicht rechtfertigen, nicht beschweren!

Wer sagt, was er will, bekommt auch, was er will. Wer überzeugt

von sich ist, wirkt auch überzeugt. Ihr Chef fragt Sie, ob Sie sich eine Aufgabe zutrauen? Sie müssen nicht erklären, WARUM Sie dem Job gewachsen sind. Ein überzeugtes "JA" reicht völlig.

 

Tipp:   Setzen Sie ein breites Grinsen auf und halten Sie die Pause aus. Viele Frauen kommen mit der Aufmerksamkeit, die Stille nach sich zieht, nicht zurecht und beginnen zu argumentieren. Ein "JA!", gefolgt von einer Pause, wirkt wesentlich selbstsicherer. Zählen Sie innerlich bis drei. So lange dauert eine gute Pause. Erst dann weiterreden.

2. Nichts persönlich nehmen und kein Drama daraus machen!

Persönliches hat im Business nichts zu suchen! Frauen sind – im Gegensatz zu Männern – Verbindungsmenschen, die auch den kleinsten Zwischenton wahrnehmen. Wir finden es schon sonderbar, wenn morgens nicht gegrüßt wird oder es kein Lob für eine geleistete Arbeit gibt. Schon fühlen wir uns in Frage gestellt.

 

Tipp:   Das Ego muss bei der Arbeit außen vor bleiben. Wichtig ist es, Feedback zu geben, BEVOR Sie etwas ärgert. Ärger bedeutet Emotion und damit können Männer am wenigsten umgehen. Deshalb teilen sie aus, bevor sie evtl. etwas Unangenehmes einstecken müssen. Aber das kann Frau doch auch?!

3. Machen Sie klare Ansagen.


Haben Sie den Mut, Sachen anzusprechen, wie sie sind. Sie haben das Gefühl, dass jemand an Ihnen zweifelt? Sagen Sie: "Ich habe den Eindruck, Du stellst mich in Frage. Ich bin die Chefin,

Du bist mein Mitarbeiter und ich will, dass wir in Zukunft..."


Abends in der After Work-Runde werden launige Witze erzählt - auf Ihre Kosten, womöglich auch über andere Frauen. Ehe Sie sich ärgern: Thematisieren. Grinsen Sie (Humor ist wichtig!) und sehen Sie dem Schmähbruder tief in die Augen: "Haben Sie den Eindruck, dass ich den Witz jetzt lustig finde?" Ertragen Sie die nachfolgende Stille!


Sie haben das Gefühl, der Chef hat die Präsentation nicht für gut befunden? Ansprechen und hinterfragen! Zum Beispiel: "Ich habe den Eindruck, dass Sie nicht ganz zufrieden waren. Wie können wir in Zukunft kommunizieren, damit ich klarer verstehe, was Sie wollen?"

 

Halten Sie sich immer vor Augen: Feedback ist keine Strafe, Feedback bedeutet Wertschätzung. Geben Sie es und fordern Sie es ein. Aber: Achten Sie darauf, nicht zickig zu klingen.

 

Tipp:   Frauen haben das Pech, mit der Stimme höher zu werden, wenn es ernst wird. Versuchen Sie bewusst, tiefer zu sprechen, wenn Sie etwas ärgert. Das muss man üben, aber es lohnt sich, denn es wirkt einfach kompetenter.

4. Außen freundlich, innen klar!

Anerkennung ist besser als Vorwürfe. Der beste Weg, Anerkennung zu erhalten, ist sie selbst

zu geben. Die hohe Kunst des Anerkennens ist es, über Dinge, die nicht funktioniert haben, ein solches Feedback zu geben, dass Sie dem anderen nicht das Gefühl geben, falsch zu sein,

sondern ihn stattdessen weiterhin motivieren und zum Strahlen zu bringen.

 

Tipp:   Für den Anfang reicht es, beim Feedback-Geben den Vorwurf und die Strafe aus der Kommunikation zu entfernen. Wer das umsetzt, wird in der Folge viele Veränderungen wahrnehmen können. Business-Profi Nicole Stange: "Männer lieben klare Ansagen und keine unausgesprochenen Wünsche."

5. Wollen Sie Recht haben oder beruflich voran kommen?

Vor allem Frauen möchten bei Diskussionen vor allem eines erreichen: Recht zu bekommen.

Um Erfolg zu haben müssen Sie aber lernen, nachzugeben, auch wenn es sich erstmal fremd

und komisch anfühlt.

 

Tipp:   Erkennen Sie das „Recht haben wollen“ als solches und lassen Sie es dann los. Wenn Sie nachgeben, ohne Ihre Ziele aufzugeben, lösen Sie einen Konflikt in Ihrem Sinne auf. Nachgeben

ist stärker als Dominieren. Natürlich braucht es dafür ein Timing. Man darf weder zu früh, noch

zu spät nachgeben. Nachgeben ist nichts anderes als gelebte Anerkennung. Es macht aus einem Gegeneinander ein Miteinander, bei dem jeder bekommt, was er will.

6. Nutzen Sie die Signale der Macht!

Es ist ein Klassiker: Ein Meeting, eine Präsentation vor Kollegen. Während ein Mann selbstver-ständlich aufsteht, wenn er spricht, bleibt eine Frau lieber sitzen. Dieses in den Vordergrund spielen: Albern. 


Falsch! Stehen Sie auf, wenn Sie etwas zu sagen haben. Nehmen Sie sich den Raum, halten Sie die Aufmerksamkeit aus und warten Sie unbedingt, bis es wirklich ruhig ist, ehe Sie zu sprechen beginnen. Zwei Kollegen beginnen zu reden, während Sie präsentierten? Halten Sie inne, schauen Sie die beiden an. Es wird ihnen schon auffallen, dass sie stören. 

Tipp:   Halten Sie sich vor Augen: Was Sie sagen wollen, ist wichtig. Es soll nicht im Getratsche der Kollegen untergehen. Während Männer diese kleinen Machtsignale fast intuitiv beherrschen, müssen wir Frauen unsere Businessmuskeln noch kräftig trainieren. Aber es lohnt sich.

 

Autor: Nicole Stange

Quelle: www.woman.at


Meist gelesen zum Thema

Wenig Selbstbewusstsein – Typisch Frau?

Zu klein, zu dick, zu brav - haben Frauen geringes Selbstbewusstsein gepachtet? „Weibliche Stärke hat viele Facetten, die Frauen entdecken und für sich ausprobieren sollten“, sagt LifeCoach Britta Beyer und gibt Tipps für mehr Mut und Stärke. Mehr lesen

Als Frau selbstbewusst in Führung gehen

Zu nett, harmoniebedürftig, wenig Selbstbe-wusstsein - Vorurteile gegen Frauen in Führungspositionen, die immer noch Bestätigung finden. „Selbstbewusstsein ist vorhanden, aber es wird nicht aktiv gelebt“, sagt Business-Trainerin Waltraud Wagner und erklärt die Hintergründe. Mehr lesen



Ähnliche Artikel





Waren diese Informationen nützlich für Sie? Dann teilen Sie den Beitrag im Netzwerk oder schreiben Sie einen Kommentar. Danke!

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Andreas Steffens (Montag, 10 Dezember 2012 23:32)

    Dies ist einer der schlechtesten von sexistischen Klischees durchsetzen Artikel, die ich je gelesen habe.

  • #2

    Antje Krause-Harder (Mittwoch, 19 Dezember 2012 18:05)

    Hmm, also ich finde mich in diesem Artikel (von der Frauenseite aus betrachtet) schon wieder. Deutlich. Danke für die übersichtliche Zusammenfassung, aus meiner Sicht sind alle "Frauenfallen" nett beleuchtet.

  • #3

    Hildegard Schäl (Montag, 02 September 2013 15:40)

    WOW! Warum nicht?! Klasse Artikel für mehr Frauenpower.
    Frauen sind:

    - feminin
    - robust
    - ausdauernd
    - ultimativ

    Ich lese gerne mehr davon.

    Liebe Grüße
    Hildegard Schäl

    http://home.mars-methode.de