Selbstmarketing: Tipps und Tricks für Marke ICH



So kommen Sie mit Selbstmarketing groß raus

Gut ausgebildet, clever, belastbar und trotzdem noch weit entfernt von der Traumkarriere? Dann fehlt Ihnen vielleicht die richtige Strategie. So kommen Sie mit Selbstmarketing ganz groß raus.

Bild: Gerd Altmann / AllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / AllSilhouettes.com / pixelio.de

Selbstmarketing war lange Zeit verpönt. Trotzdem haben sich immer einige besser verkauft als andere und dadurch persönlichen Nutzen gezogen. Oft geschieht dies unbewusst, aber es gehört zum Berufsalltag wie das Amen in die Kirche.

 

Selbstmarketing ist aber nicht nur dazu geeignet, eine bessere berufliche Stellung zu erhalten. Es dient generell dazu, mehr Freude im Berufsleben und mehr Freiheiten bezüglich der Wahl der auszuführenden Arbeiten zu erlangen. Wer sich besser verkauft, erzielt mehr persönliche Erfolge, wird dadurch selbstbewusster und motivierter. 

 

Lesen Sie hier unsere Tipps für ein optimales Selbstmarketing:

Wer und was bin ich?

Machen Sie Inventur in Ihrem Kopf und graben Sie die vergessenen und unterschätzten Talente aus. Selbstmarketing heißt in erster Linie Selbsterkenntnis.

 

Bevor Sie eine Berufsstrategie entwickeln, müssen Sie wissen, was Sie anzubieten haben. Karriere macht man heute mit einer Kombination typisch weiblicher und typisch männlicher Eigenschaften: dem Talent, das Für und Wider einer Entscheidung abzuwägen und der Lust auf Risiko und Wagnis.


Über welche Qualitäten verfügen Sie? Wofür werden Sie anerkannt und geschätzt? Was nimmt Ihr berufliches und privates Umfeld hinsichtlich Ihrer Qualitäten wahr? Stellen Sie offene, neutrale Fragen und holen Sie sich Feedback ein. Notieren Sie Ihre Schwächen und Stärken am besten schriftlich, um später die dafür notwendigen Strategien entwickeln zu können.

In einem Workshop oder Coaching lernen Sie zu definieren, was in der Marketing-Sprache USP heißt: seine „Unique Selling Proposition“. Dies ist eine Kombination aus Eigenschaften, die Sie von allen anderen Produkten – sprich: Mitbewerbern – unterscheidet und einzigartig macht.

Was ist meine Vertriebsstrategie?

Nach dem ersten Schritt haben Sie es nun schriftlich: Sie sind ein Spitzenprodukt. Nur, wo verkaufen Sie sich am Besten?

 

In einem Workshop bzw. Coaching entwickelt man gemeinsam Ideen, wer zur Zielgruppe gehört und wo man sie am besten findet. Und dann heißt es nicht kleckern sondern klotzen! Denken Sie immer daran, Sie sind ihr eigener Markenartikel und der Chef / die Chefin ihrer eigenen Kampagne.

Was bin ich wert?

Ebbe auf dem Konto? Dann haben Sie sich vielleicht zu lange zu billig verkauft. Echte Klasse hat ihren Preis. Sie müssen Ihr Können und Talent nur überzeugend vertreten.

 

Preisfrage in fast jedem Selbstmanagement-Workshop: Sind Sie ein billiges „No-Name-Produkt“ oder ein teurer Qualitätsartikel? Klingt ketzerisch, aber genau das überlegt ein Marketingleiter, wenn er den Preis eines Artikels bestimmt. Und genau das müssen Sie sich auch fragen, egal ob Sie sich um einen Auftrag bewerben, zu einem Vorstellungsgespräch gehen oder sich auf ein Gehaltsgespräch in

Ihrer Firma vorbereiten.


Wie bringe ich mich ins Gespräch?

Frauen haben ihren (männlichen) Kollegen etwas voraus. Talk-Talent und Spaß am Austausch. Wenn Sie eine Frau sind, nutzen Sie den Vorteil schamlos aus. Tun Sie Gutes und reden Sie darüber. Vor allem in Gegenwart der Personen, die Ihnen beruflich förderlich sein können.

 

Die gute Nachricht zuerst: Frauen sind in der Regel teamfähiger, offener und kommunikations-fähiger als Männer. Die schlechte Nachricht: Häufig stellen sie ihre eigenen Leistungen in den Schatten. Mit einem Workshop oder Coaching können Sie dies ändern. Machen Sie Werbung für sich, stellen Sie sich ins Rampenlicht.

Hier noch 10 Tipps für besseres Selbstmarketing 

  1. Hören Sie auf, an sich selbst zu zweifeln! Greifen Sie zu, wenn Ihnen eine neue Aufgabe oder ein neuer Job angeboten wird. Daran wachsen können Sie dann immer noch.
  2. Werden Sie Spezialist/in und machen Sie sich in Ihrer Nische unersetzlich. Damit diktieren Sie die Regeln.
  3. Betonen Sie Ihre Individualität. Nicht vergessen: Sie sind ein Markenartikel, kein Massenprodukt. 
  4. Schaffen Sie sich Verbündete, lassen Sie sich fördern und fördern Sie andere.
  5. Haben Sie Mut zur Lücke und lernen Sie zu improvisieren.
  6. Vorsicht vor Rollenspielen. Eine Portion Größenwahn ist im richtigen Moment absolut okay, aber dauerhaft den Überflieger zu spielen ist anstrengend und macht unglaubwürdig.
  7. Trauern Sie verpassten Chancen nicht hinterher! Wenn Sie letztes Jahr ein gutes Angebot ausgeschlagen haben, heißt es nicht, dass nie wieder etwas kommt.
  8. Wer nehmen möchte, muss auch geben. Von einem Network z.B. einem Branchenstammtisch, sollten Sie nicht nur Vorteile erwarten, sondern auch bereit sein, sich selbst zu engagieren – sonst geht der Schuss nach hinten los.
  9. Warten Sie nicht, bis man Ihnen neue Aufgaben anbietet. Signalisieren Sie Ihre Bereitschaft und entwickeln Sie selbst Ideen für neue Projekte.
  10. Isolieren Sie sich nicht. Vor allem Frauen glauben, sie müssten den Aufstieg ganz allein schaffen und scheitern daran häufig. 

 

Quelle: Martina Wagner

Quelle: Online-Artikel-de


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Kommentare: 2
  • #1

    Dirk-D. Hansmann (Donnerstag, 27 Dezember 2012 14:29)

    Hallo!

    Kompliment zu diesem Artikel. Und ganz besonders wichtig finde ich den Hinweis: Selfbranding oder Selbstmarketing ist erlaubt.

    Sie schreiben Eingangs von Absatz zwei "Selbstmarketing war lange Zeit verpönt. Trotzdem haben sich immer einige besser verkauft als andere..." Wir sollten alle auch akzeptieren, dass wenn wir nicht über unser Marketing oder unsere Marke nachdenken: Ein Verhalten sieht unser Gegenüber doch immer. Wieso soll es dann böse sein die Betonung selbst zu wählen?

    Schließlich ist Selfbranding oder Selbstmarketing nur dann machbar und dauerhaft durchhaltbar, wenn wir wir selbst bleiben. Schauspiel wird schnell erkannt. Ehrlichkeit ist angesagt.

    Die Wichtigkeit wird auch daraus gesteigert, da die Kaufentscheidung schon in den ersten Augenblicken fällt. So die neuesten Ergebnisse aus dem Bereich Hirnforschung.

    Wie gesagt: Ein inhaltlich guter Artikel. Ich wünsche viel Erfolg für die Seminargäste!

    Viele Grüße
    Dirk-D. Hansmann

  • #2

    fschuetz (Donnerstag, 10 Oktober 2013 15:36)

    Hallo Martina!

    "Mut zur Lücke", das war ja schon während dem Studium nicht verkehrt. ;-)

    Viele Punkte in dem Beitrag gefallen mir richtig gut, vor allem der Teil mit dem Massenprodukt und dem Markenartikel. Wichtig ist aber, immer authentisch zu bleiben (siehe auch http://blog.yasni.de/reputation/einen-guten-ruf-behalten/316334).