Alles wird gut - auch ohne gute Vorsätze?


Wie Sie sich auch ohne gute Vorsätze positiv verändern

Bild: universa.com

Haben Sie sich auch schon Dinge vorgenommen, an deren Umsetzung Sie schon oft gescheitert sind? Mit dem rauchen aufhören, mehr Zeit mit der Familie verbringen, abnehmen, mehr Sport treiben... Wenn Sie Ihre Ziele bisher nicht erreicht haben, kann das an fehlendem Durchhaltevermögen liegen oder ganz einfach an mangelnder Vorbereitung.

 

Studien zeigen: Die Hälfte aller Menschen kommen zum Jahreswechsel zu dem Schluß, dass es an der Zeit ist, eine lästige, ungesunde oder sogar gefährliche Gewohnheit aufzugeben. Aber nur acht Prozent schaffen es, diesen Vorsatz tatsächlich auch umzusetzen. 

Das Problem: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Gewohnheiten graben sich tief in unser Gehirn und lassen sich nur schwer wieder entfernen oder durch neue ersetzen. Hirnforscher gehen davon aus, dass es sechs bis neun Monate dauert, um einen neuen neuronalen Pfad im Gehirn auszubilden, der uns dann zur Gewohnheit wird.

 

Hinzu kommt: Pauschale Vorsätze sind unverbindlich und unspezifisch und damit auch sehr bequem. So mag der Vorsatz „Ich will abspecken“ gut klingen – letztlich belügen wir uns aber damit selbst, denn es bleibt bei einem allgemeinen Wunsch. Was nützt der schönste Wunsch, wenn es am Ende bei der Umsetzung hapert.

Motivationsexperten und Psychologen halten daher auch wenig von guten Vorsätzen. Stattdessen plädieren sie dafür, bewusste Entscheidungen zu treffen und sich konkrete Ziele zu stecken.

 

Die Ziele sollten realistisch sein und in einzelnen Schritten operationalisiert werden. Es sollten Zeitpunkte festgemacht werden, bis wann welches Teilziel erreicht sein soll. Wer auf diese Weise an Veränderungen herangeht, wird sehen, dass auch der Druck steigt, das Vorgenommene umzusetzen. Der Erfolg wird auf einmal überprüfbar. Gleichzeitig kann daraus aber auch eine besondere Motivation erwachsen.

 

Ein Beispiel: Vergessen Sie den Vorsatz „Ich will abnehmen“. Stattdessen sollte die Entscheidung etwa so lauten: „Mitte 2013 möchte ich 65 Kilo wiegen. Daher verzichte ich ab jetzt auf Fast Food und gehe zweimal in der Woche ins Fitnessstudio.“


4-Phasen-Modell hilft

Ein bewährtes Hilfsmittel für die Planung und Umsetzung von Zielen ist das 4-Phasen-Modell der angewandten Psychologie:

 

1. Abwägen

Was will ich eigentlich? Warum will ich das? Welche positiven und negativen Konsequenzen hat mein Vorsatz? Will ich alle Ziele erreichen, oder gibt es solche, die mir wichtiger sind?

 

2. Planen

Wie verfolge ich mein Ziel? Wo verfolge ich es und wann? Macht es Sinn, Zwischenziele zu stecken? Und wie gehe ich mit Hindernissen und Rückschlägen um?

 

3. Handeln

Versuchen Sie möglichst viel Spass an der Umsetzung zu haben! Je langfristiger das Ziel, desto wichtiger ist es, sich Teilerfolge bewusst zu machen. Rückschläge sollten als einzelnes Ereignis betrachtet werden und nicht als Grund, zu resignieren. 

 

4. Bewerten

Wurde das Ziel erreicht, ist es Zeit zurückzuschauen und sich selber zu reflektieren: Was lief gut, was weniger gut, was hätte ich anders machen sollen? Und es ist wichtig, sich auf die Schulter zu klopfen, das Erreichte zu geniessen und zu feiern, bevor das nächste Ziel ins Visier genommen wird.

 

Wie man sieht, so wird's konkret und damit vielleicht auch unangenehm. So manch einer mag nun zurückschrecken und es lieber bei guten Vorsätzen belassen. Ein guter Vorsatz ist leichter gefasst als eine konkrete Entscheidung. Das Gute ist aber: Wer sich ernsthaft zu einer Entscheidung durchgerungen hat, dem werden positive Veränderungen im neuen Jahr wahrscheinlich viel eher gelingen. 

 

Quelle: www.newsbloggers.ch


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