Fit im Kopf - 7 Tipps für ein besseres Gedächtnis


"Gedächtnis ist die Fähigkeit, sich das zu merken, was man eigentlich vergessen möchte." Daniel Gélin


Helfen Sie Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge

Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de
Bild: Benjamin Thorn / pixelio.de

Wie war doch gleich ihr Name? Für welche Zeit haben wir uns heute verabredet? Kennen Sie

das? – Gedächtnisschwund, Vergesslichkeit, Denkprobleme. Hier Tipps für ein besseres Gedächtnis.



Wir sind auf unser Gedächtnis angewiesen

wie keine andere Spezies. Jede Minute filtern, verknüpfen und verwerten wir unzählige

Informationen. Unser Gedächtnis ist wie ein Großrechner, dessen Zugang manchmal blockiert oder dessen Speicher erschöpft zu sein scheint.

Gutes Gedächtnis mit Gehirnjogging

Ein gutes Gedächtnis ist nicht nur eine Sache des Trainings, sondern vielmehr der Methode. Es

gibt verschiedene Wege, sich Gedächtnisinhalte einzuprägen. Allen gemeinsam ist das Interesse. Je mehr man sich für etwas interessiert, desto leichter fällt es einem, sich zum Beispiel einen Namen zu merken.

 

Schnelllesen verbessert zudem die Behaltensquote. So kann man sich einfach Worte merken – als Stichworte, Sätze, ganze Gedichte oder Lieder. Auf diese Weise lernen beispielsweise Kinder und Teenager fremdsprachige Liedtexte, ohne überhaupt den Inhalt zu verstehen.


Wer einen Text abends durchliest und am nächsten Morgen lernt, verdoppelt den Lernerfolg. Einmal gut Gelerntes bleibt dem Gedächtnis lange haften. Nur was nicht wiederholt wird, geht allmählich wieder verloren. Deshalb wird tägliches Gedächtnistraining ab 50 oder 60 immer wichtiger, um nicht vorzeitig an Geisteskraft einzubüssen. Für ein besseres Gedächtnis ist es daher sinnvoll, einen Lerninhalt noch am gleichen Tag zu wiederholen und dann nochmal nach zwei, vier, 14 und 30 Tagen.

Den Faden verloren

Oft wissen wir etwas. Doch im entscheidenden Moment können wir es nicht abrufen. Das nennt man eine Blockade. Doch das muss nicht sein, denn den grössten Teil davon reden wir uns selbst ein. Wir programmieren uns sozusagen falsch.

 

Heinrich Kleist hat in seinem berühmten Aufsatz "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden" eine hervor-ragende Anregung gegeben: Wenn Sie während des Sprechens den Faden verlieren, dann sprechen Sie einfach aufs Geratewohl weiter. Selbst neue Gedanken, neue Ideen und Argumente entstehen auf diese Weise. Vergessenes fällt Ihnen mit großer Zuverlässigkeit sofort wieder ein. Halten Sie dagegen an, um "nachzudenken",

fällt die Erinnerung deutlich schwerer.

7 Tipps für ein besseres Gedächtnis

1. Doppelter Lernerfolg

Text abends kurz durchlesen, morgens lernen – doppelter Lernerfolg. 

 

2. Verbinden Sie Wörter und Bilder miteinander. 

Versuchen Sie zum Beispiel, sich die Bestandteile Ihrer Einkaufsliste bildhaft vorzustellen. Prüfen Sie zehn Minuten später, ob Sie die Liste aus dem Gedächtnis zusammenbringen. 

 

3. Verknüpfung von Lernstoff mit Bilder-Rastern

Merken Sie sich eine Reihe von Bildern, die bestimmten Zahlen entsprechen – etwa die 1 für eine rote Kerze oder die 2 für einen Schwan. Nun die Bilder mit Leben und Sinneseindrücken füllen. Wenn wir uns etwas merken wollen, schaffen wir die Verbindungen zu diesen Bildern.  


4. Forum-Romanum-Methode

Eine einfache Methode, sich eine Liste mit Argumente einzuprägen, ist die Forum-Romanum-Methode. Sie verknüpfen Ihre Argumente mit Merkplätzen in Ihrer Wohnung oder Umgebung.

In der Rede gehen Sie dann innerlich diesen Weg entlang und stossen so auf diese Argumente. Überlegen Sie sich, welche Reihe von Gegenständen sich für Ihre Anwendung besonders gut eignen würde. 


5. Das Personen Gedächtnis

Wenn es uns schwer fällt, die Namen von Menschen zu merken, dann liegt das oft daran, dass

uns die Menschen wenig bedeuten. Das klingt hart, ist aber oft genug wahr. Der wichtigste Trick, sich Namen und Gesichter zu merken, besteht darin, sich mehr für die Menschen zu interessieren. Gewisse Namen lassen auch bildhafte Verknüpfungen zu, etwa bei Vogel, Jung, Bäcker oder Abderhalden. 


6. Der "Karrikatur"-Trick

Merken Sie sich bei Personen besonders auffällige Eigenheiten und Äusserlichkeiten. Dann verbinden Sie diese Eigenheiten mit den Namen. 


7. Das Zahlengedächtnis

Viele Menschen können sich das Bewegungsmuster auf der Tastatur besser merken als die Zahl, die sie tippen. Ein guter Trick ist, sich den Weg auf der Tastatur in Form einer roten Linie zu merken.

 

Quelle: www.vitaswiss.ch


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