Geben ist seliger denn Nehmen



Zitat: „Wir bestreiten unseren Lebensunterhalt mit dem, was wir bekommen, und wir leben von dem, was wir geben.“ Winston Churchill


„Geben ist seliger denn Nehmen“ - heißt es schon in der Bibel. Welche handfesten Vorteile Großzügigkeit hat, woran man wahre Großzügigkeit erkennen kann, warum sie riesigen Spaß macht und wie man sie sogar lernen kann, weiß Management-Coach Gabriele R. Franzak. 

Bild: universa-pixels.com

Hand aufs Herz: Mit wem sind Sie lieber zusammen? Mit gut gelaunten Menschen, die auch andere an ihrer Lebensfreude teilhaben lassen, liebevoll über menschliche Fehler und Unzulänglichkeiten hinwegsehen, das wenige, was sie haben, freundlich teilen und auf die Bedürfnisse anderer eingehen? Oder mit verschlossenen, wortkargen Menschen, die schlechte Stimmung verbreiten, intolerant gegenüber Schwächen und Lebensweisen anderer sind, nichts von ihrem Besitz abgeben möchten und nur auf die Erfüllung ihrer eigenen Wünsche achten?

Gebertypen und Nehmertypen

Vermutlich genießen Sie viel lieber die Gesellschaft des ersten Typen Mensch. „Die Eigenschaften des ersten Typen finden sich vor allem beim sogenannten ‚Geber‘. Die Eigenschaften des zweiten Typen hingegen eher beim ‚Nehmer‘“, erklärt Gabriele R. Franzak die unterschiedlichen Menschen-typen. „Hier in Deutschland gibt es übrigens mehr Nehmer als Geber.“ Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum das deutsche Volk in der Welt-Wahrnehmung so unbeliebt ist.


Da das Leben jedoch kein Beliebtheitswettbewerb ist, zählt Gabriele R. Franzak weitere Vorteile von Großzügigkeit auf:

1.

Ein großzügiges Verhalten, wie zum Beispiel eine große Geldspende, trägt zu einem positiven Image bei. Nach dem Motto: "Ich kann es mir leisten und bin auch nett genug, es zu tun." Wenn das öffentlich wird, öffnen sich Türen - im Geschäftsleben und auch privat. Mit solch einem Menschen möchte man schließlich gern zusammen-arbeiten. Dadurch vergrößere ich meinen Einflussbereich.


2.

Was man gibt, bekommt man auch zurück. Der Beschenkte fühlt sich automatisch verpflichtet, irgendwann etwas zurückzugeben. In welcher Form auch immer.


3.

Mit Großzügigkeit kann man natürlich auch ein schlechtes Gewissen entlasten und damit etwas für sein persönliches Seelenheil tun. Danach fühlt man sich viel besser.


4.

Eine weitere Nebenwirkung ist die offene und gleichzeitig subtile Demonstration

von Macht und Einfluss. Diese Demonstration richtet sich vor allen an Rivalen

und Gegner und ist fast schon ein aggressiver Akt der Demütigung. Nur eben nicht

so gefährlich, wie eine offene Attacke, mit der sich der Aggressor auch immer verletzlich macht.


Es gibt viele gute Gründe, sich möglichst oft großzügig zu zeigen. Großzügigkeit beschränkt sich jedoch nicht aufs materielle Geben,

wie Gabriele R. Franzak ausdrücklich betont:

 

„Bei wahrer Großzügigkeit geht es darum, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und die Bedürfnisse andere in den Vordergrund. Voraussetzung dafür ist Empathie. Schließlich muss ich zunächst einmal die Wünsche anderer Menschen richtig erkennen. Dazu gehört auch zu akzeptieren, wenn jemand keine Hilfe haben möchte.

 

Großzügigkeit bedeutet aber auch, dass man andere Menschen so akzeptiert, wie sie sind. Das heißt nicht, dass man jeden Menschen mögen muss. Aber zumindest so annehmen, wie sie eben sind. 

 

Die größte Form der Großzügigkeit ist zu geben, ohne eine Gegen-leistung zu erwarten. Das ist wahre Uneigennützigkeit, aber für viele Menschen schwierig umzusetzen.“

Drei Tipps, wie man seine Großzügigkeit steigern kann

1. Die innere Einstellung

Wie so vieles im Leben, beginnt auch Großzügigkeit mit der inneren Einstellung. Schließlich kommt echte Großzügigkeit aus unserem tiefsten Innersten, nämlich von Herzen. Habe ich ständig Angst, dass ich zu kurz kommen und verarmen könnte? Kann ich nicht loslassen und werde von Verlustängsten gesteuert? Habe ich das Gefühl, dass mir etwas fehlt? Meist ist diese Einstellung auf einen Mangel an Selbstbewusstsein und letztlich auf Angst zurück-zuführen. Aber auch daran kann man arbeiten. Nämlich an dem Gefühl, dass stets genug Liebe, Zeit, Geld, Energie und Aufmerk-samkeit für alle da ist.

2. Großzügigkeit bedeutet, den Beschenkten zu achten


Schnell vergisst man vor lauter Großzügigkeit, dass weder das Geschenk noch der Schenkende

im Mittelpunkt stehen, sondern der Beschenkte. Beim Schenken geht es um seine Bedürfnisse und Wünsche. Darin besteht das wahre Geschenk: Zu zeigen, dass man sich Gedanken gemacht hat, dem Beschenkten etwas Gutes tun möchte und, dass er einem wichtig ist. Anderen eine Freude zu machen, macht übrigens sehr viel Spaß.

3. Kleine Akte der Großzügigkeit

Großzügigkeit kann in ganz kleinen und alltäglichen Dingen ihren Ausdruck finden:

Zum Beispiel zur Einladung einen selbst gebackenen Kuchen mitbringen, einer fremden Frau den Vortritt an der Supermarktkasse lassen, ein paar Minuten Zeit für die gestresste Kollegin haben, über Fehler anderer stumm hinwegsehen, warten können, sich für einen Fehler entschuldigen etc.

 

Autor: Gabriele R. Franzak

www.grf-consulting.de

Quelle: OpenPR


Meist gelesen zum Thema

Heute schon "Danke" gesagt?

"Danke für den kommenden Tag", wer morgens mit diesem Satz aufsteht, beeinflusst damit den ganzen Tag. Wenn wir gut und leichter auf-gestanden sind, haben wir eine ganz andere Stimmung. Mehr lesen

Spiritualität als Erfolgsmodell

Ist Spiritualität nur was für weltfremde Menschen? Nein: Spiritualität bereichert das Leben und bringt auch Erfolg und Geld. Wie man Spiritualität beruflich anwenden kann, erklärt Christine Hofmann. Mehr lesen



Ähnliche Artikel






Waren diese Informationen nützlich für Sie? Dann teilen Sie den Beitrag im Netzwerk oder schreiben Sie einen Kommentar. Danke!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0