Neues Jahr und wieder neue Vorsätze, Wünsche und Ziele?


"Der Ziellose erleidet sein Schicksal – der Zielbewusste gestaltet es." Immanuel Kant, Deutscher Philosoph


Wie Sie Vorsätze und Wünsche zu Zielen machen und diese auch erreichen

Bild: Thomas Nestke / pixelio.de
Bild: Thomas Nestke / pixelio.de

Jedes Jahr werden 60 Prozent der "guten Vorsätze" innerhalb weniger Monate wieder aufgegeben. Mit ein paar einfachen Techniken kann jeder dafür sorgen, dass sich die Chancen fürs Durchhalten wesentlich verbessern.

 

Alle Jahre sind sie wieder da: die guten Vorsätze. Und sie sind immer ähnlich. So hatten sich die Deutschen für 2014 wieder einmal vorgenommen, 

 

  • Stress abzubauen oder zu vermeiden (57%, Platz 1),
  • mehr Zeit für Freunde und Familie aufzuwenden (54%, Platz 2) und
  • sich mehr zu bewegen oder mehr Sport zu treiben (52%, Platz 3).

Die komplette Ergebnisliste, die das Forsa-Institut im Auftrag der DAK-Gesundheit kurz vor dem Jahreswechsel ermittelt hat, findet sich auf der Webseite der DAK.

Mehr als die Hälfte geben auf

Unterschiedliche Untersuchungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen: So halten rund 40 Prozent der Deutschen, die zum Jahreswechsel gute Vorsätze fassen, diese ein Jahr und sogar länger durch. 10 Prozent gehen ihre Ziele jedoch gar nicht erst an bzw. halten sie weniger als 12 Monate durch. Nach einem Monat haben schon etwa 20 Prozent aufgegeben, nach 3 Monaten fast 30 Prozent und weitere rund 20 Prozent noch vor Ablauf eines Jahres.

Wünsche, Vorsätze, Ziele

Wer es mit seinen guten Vorsätzen ernst meint, kann bereits auf der psychologischen Ebene eine Menge dafür tun, dass diese auch umsetzt und durchgehalten werden. Gegenüber Wünschen haben Ziele deutlich höhere Chancen, erfüllt zu werden. Was aber macht den Unterschied zwischen Wunsch, Vorsatz und Ziel aus? Hier einige Unterscheidungen:

 

Ein Wunsch ist etwas, zu dessen Erfüllung wir wenig oder gar nichts beitragen können – oder wollen. Bei Vorsätzen und Zielen ist die Unterscheidung deutlich schwieriger. Zumindest laut Wörterbuch sind sie gleichbedeutend und können synonym eingesetzt werden. Woher kommt es aber, dass manche den Eindruck haben, dass Vorsätze nicht ganz so verbindlich seien wie Ziele? Rührt es daher, dass Vorsätze zumeist als „gute“ oder „löbliche“ daherkommen? Oder kann man „Vor-Sätze“ im Wortsinne als etwas verstehen, das nicht zur Person gehört, sondern irgendwie „vorne“ angebracht wird? Von außen kommend und angeschraubt? Nicht eigentlich Teil des Menschen?

Wie komme ich zu einem Ziel?

Mit diesen Techniken, verwandeln Sie Wünsche und Vorsätze in Ziele, die man leichter verwirklichen kann:

  1. Schreiben Sie Ihre Ziele auf.
  2. Achten Sie dabei darauf, das Ziele in der „Ich“-Form formuliert sind und auch „Ich“ darin vorkommt.
  3. Formulieren Sie Ziele im Präsens (der Gegenwartsform) und ohne so genannte „Weichmacher“, wie eigentlich, vielleicht, grundsätzlich und vermeiden Sie das Wörtchen „versuche“.
  4. Setzen Sie ein genaues Datum, bis wann es erreicht ist.
  5. Nennen Sie eindeutige Kriterien, die aufzeigen, dass ein Ziel erreicht ist.
  6. Keine Verneinung im Text.


Die Punkte 2 bis 6 sind die so genannten "Wohlgeformtheitskriterien“ und für den Erfolg entscheidend.

Butter bei die Fische

Am einfachsten lässt sich die sprachliche Entwicklung eines Ziels an einem konkreten Beispiel aufzeigen. Angenommen, jemand möchte im neuen Jahr mehr Sport treiben, dann könnten mögliche Zielformulierungen etwa so aussehen:

 

  1. „Ab 6. Januar gehe ich wöchentlich 2 Mal für mindestens 1 Stunde zum Sport.“
  2. „Im neuen Jahr versuchen, nicht so viel auf der Couch zu sitzen, sondern mehr Sport machen.“

 

Während die erste Formulierung den Wohlgeformtheitskriterien entspricht, müsste am zweiten Satz noch etwas gearbeitet werden, denn die Wahrscheinlichkeit, dass das Ziel nachhaltig erreicht wird, ist beim ersten Satz deutlich höher.

Realitäts-Check


Für das erfolgreiche Verwirklichen sind zwei weitere Faktoren entscheidend, die beide mit der Lebenswirklichkeit zu tun haben:

 

Erstens muss überprüft werden, ob das Anliegen realistisch ist. Das bedeutet auch, dass es aus eigener Kraft erreichbar sein muss. Der "Weltfrieden" beispielsweise ist für Normalbürger als Ziel deutlich zu hoch gegriffen. Ist das Ziel zu groß gewählt, droht schnell Frust. In so einem Fall empfiehlt es sich, das Ziel kleiner zu fassen. Am Beispiel Weltfrieden also etwas, wo der Einzelne einen spürbaren Beitrag leisten kann.

 

Zweitens sollte man überprüfen, welche Auswirkungen das Erreichen des Ziels auf das eigene Leben hat. Was wird sich dadurch ändern? Welcher Preis muss dafür bezahlt werden? Vor allem auch im sozialen Umfeld? Kann man diese Veränderungen akzeptieren, mit ihnen umgehen? Ist das dann so in Ordnung?

Emotion!

Besonders erfolgversprechend ist es, das Ziel mit einer großen Emotion zu verbinden. Das kann eine positive wie auch eine negative sein. Erreichen lässt sich das etwa dadurch, dass man sich in allen Einzelheiten vorstellt, wie das Leben sein wird, sobald man das Ziel erreicht hat. Oder eben, wie das Leben weiterläuft, wenn man sein Ziel nicht erreicht.

 

Am obigen Beispiel kann man sich etwa vorstellen, wie gut man mit einem sportlichen Körper aussieht und wie gut man sich dann fühlt. Oder eben, wie man aussieht und sich fühlt, wenn man auch die nächsten Jahre auf der Couch verbringt.

 

Egal welche Emotion besser wirkt, die positive oder die negative, sie muss vor allem intensiv sein!

 

Autor: Coaching am Stachus

www.Coaching-am-Stachus.de

Quelle: fair-news.de


Entdeckt bei Amazon.de



Sie befinden sich im Bereich Motivation-Erfolg / Ziele - Weitere Artikel...

Wechsel zum Blog-Archiv


Waren diese Informationen nützlich für Sie? Dann klicken Sie auf ein Symbol oder schreiben Sie einen Kommentar. Danke!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0