Kreativitätstechniken für sofort bessere Ideen



Ideenfindung unter Zeitdruck

Bild: Silke Kaiser / pixelio.de
Bild: Silke Kaiser / pixelio.de

Wer kennt das nicht: Ein wichtige Präsentation naht, eine Veranstaltung steht an, eine neue Werbekampagne muss in den Markt – gute Ideen sind gefragt, doch der zündende Einfall will einfach nicht kommen. Für ausgiebige Überlegungen fehlt die Zeit, der Zeitdruck verschärft die Situation und wird zum echten Kreativitäts-Killer. In einer solchen Situation helfen spezielle Denktechniken, die das "Grübeln" aushebeln und bislang ungenutzte Kreativitätsreserven aktivieren.

 

Monika Monzel von der AdCoach Academy hat aus der Vielzahl der verfügbaren Kreativitätstechniken vier Methoden zusammengestellt, die besonders unter Zeitdruck helfen, schnell zu verwertbaren Ideen zu gelangen:

1. Fangen Sie mit der "Worst Case"-Technik an

Mit dieser Methode der kreativen Ideenfindung hebeln Sie Ihren (über-)kritischen Verstand aus und finden zurück zur kreativen Bestform. So geht's: Stellen Sie sich das genaue Gegenteil von dem vor, das Sie suchen. Beschreiben Sie es in allen Facetten, erstellen Sie eine Liste sämtlicher Negativ-Eigenschaften. Dann überlegen Sie sich zu jeder Negativ-Eigenschaft eine positive Umsetzung.


Beispiel: Sie sollen ein aufmerksamkeitsstarkes Werbeplakat entwickeln. Worst Case: "Das Plakat ist so kleinteilig gestaltet, dass man gar nichts darauf erkennen kann ...". Positive Umsetzung: Wir gestalten das Plakat im Stil eines Wimmelbildes, das Blicke auf sich zieht und den Betrachter motiviert, sich intensiver damit zu beschäftigen ...". Sammeln Sie alle spontanen Einfälle und entscheiden Sie dann, welche Idee am schnellsten umsetzbar ist. 

2. Ideal-Fragen stellen

Stellen Sie sich selbst - und danach möglichst vielen anderen Personen - die Fragen: Wie sähe für dich die ideale Lösung meiner Aufgabe aus? Notieren Sie alle spontanen Antworten und konstruieren Sie aus den genannten Idealvorstellungen die beste Lösung. 

3. Aus Alt mach Neu

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Manchmal reicht es schon, von der bereits existierenden oder allgemein üblichen Lösung auszugehen. Beschreiben Sie diese durch einige wesentliche Charakteristika (z.B. Form, Farbe, Größe etc.).

 

Variieren Sie nun jede Eigenschaft mit den so genannten Osborn-Befehlen (Vergrößern! Verkleinern! Ersetzen! Umkehren! Umstellen! Transformieren! Kombinieren! Ändern!). Welche spontanen Gedanken kommen Ihnen dabei in den Sinn? Lassen Sie alle Ideen zu. Entscheiden Sie sich für die Veränderungen am ursprünglichen Konzept, die sich am schnellsten realisieren lassen. 

4. Das Ideen-Speed-Board

Die perfekte Arbeitshilfe für alle Ideensuchenden, die bis zum Abgabetermin noch ein paar Stunden oder Tage Zeit haben. Schreiben oder zeichnen Sie Ihre Aufgabe auf ein Stück Papier. Hängen Sie dieses in die Mitte einer Pinnwand und beginnen Sie nun damit, systematisch nach Inspirationen zu suchen.


Wie haben andere Menschen oder Unternehmen ein ähnliches Problem bereits erfolgreich gelöst? Pinnen Sie passende Bilder, Beispiele, Skizzen an die Wand. Gibt es interessante Artikel, Zitate, Meinungen zu dem Thema? Auch Ihre eigenen Ideen, Gedankensplitter und Geistesblitze, die während der Suche entstehen, gehören an das Pinnboard.


Setzen Sie sich ein Zeitlimit. Kommen Sie pünktlich zum Schluss und werten Sie das Ideenboard aus. Filtern Sie aus der Vielzahl der möglichen Lösungsansätze den besten heraus und kreieren

Sie durch ein paar kleinere Veränderungen (s. Methode 3) ein neues Konzept, das Ihre ganz persönliche Handschrift trägt.

Buchtipp zum Thema: 
Wer sein kreatives Potenzial weiter ausbauen möchte und nach einer praktikablen Methodik sucht, die mehrere professionelle Kreativitätstechniken effektiv miteinander kombiniert, findet in dem Pocketratgeber "Kreatives Intermezzo – Das Workbook der Ideenfindung" den perfekten Kreativ-Coach für die Tasche. 

6. Minimieren Sie Stressfaktoren

Um Stress entgegen zu wirken, müssen Sie sich zunächst darüber bewusst werden, welche Stressfaktoren Sie beeinflussen. Dazu zählen zählen Zeit- bzw. Terminmangel, Geld- und Leistungsdruck sowie Lärm oder Reizüberflutung. Tipps zur Stressbewältigung finden Sie in unzähligen Publikationen. Die Quintessenz daraus ist: Planen Sie Ihren Arbeitstag. Setzen Sie Prioritäten. Wollen Sie nicht immer alles perfekt machen. Delegieren Sie - wenn möglich. Und: Legen Sie regelmäßig Pausen ein. 

 

Autor: Monika Monzel

www.adcoach.de

Quelle: OpenPR


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