Warum wir so gerne Süßes essen



Süßhahn: Die Vorliebe ist genetisch bedingt

Bild: voraorn / freedigitalphotos.net
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Eine Vorliebe vereint Menschen auf der ganzen Welt: Sie essen gerne Speisen mit süßem Geschmack. Von chinesischem Litschisorbet über südamerikanischen Kokospudding bis zu afrikanischen Dattelkeksen und deutscher Schwarzwälder Kirschtorte - überall sind süße Leckereien beliebt. Aber warum mögen wir den süßen Geschmack so gern?

 

Süße Speisen helfen Überleben

 

Der Grund dafür liegt in unserem Erbgut. Für unsere Vorfahren war es wichtig, energiereiches und ungiftiges Essen schnell zu erkennen. Dabei war der süße Geschmack in Zeiten, in denen kalorienreiche Nahrung eher selten war, eine verlässliche Orientierungshilfe für ungefährliche Speisen. 

Eine giftige Tollkirsche kann optisch leicht mit einer Blaubeere verwechselt werden - die Zunge erkennt jedoch den Unterschied. Auch heute noch ist der Geschmackssinn bei Neugeborenen der wichtigste und am weitesten entwickelte Sinn. Zahlreiche Versuche zeigen, dass Babys kulturübergreifend eine hohe Akzeptanz für einen süßen Geschmack haben. Dieser Mechanismus ist so überlebenswichtig wie intuitiv: Die Süße in der Muttermilch signalisiert, dass hier ein nährstoffreiches und bekömmliches Nahrungsmittel zur Verfügung steht. Die positive Wirkung süßer Nahrung auf den Menschen ist demnach ein evolutionsbiologischer Effekt.

Treibstoff für das Gehirn

Süße, kohlenhydratreiche Nahrung hilft aber nicht nur, den Hunger zu stillen, Zucker ist auch Treibstoff für das Gehirn. Ohne ihn könnte der Mensch nicht atmen, nicht denken, nicht laufen oder lachen. Das Gehirn, das Nierenmark und die roten Blutkörperchen verbrauchen zwischen 160 und 180 Gramm Glukose pro Tag und können im Gegensatz zu den Muskeln nicht einfach auf andere Energiequellen umschalten. Da die Kohlenhydratvorräte des Körpers begrenzt sind, verschlechtert sich bei niedrigem Blutglukosespiegel meist zuerst die Konzentration. Um die Depots wieder aufzufüllen, hilft es dann, Energie direkt zuzuführen, zum Beispiel in Form eines Vollkornbrötchens mit Konfitüre.

 

Die Vorliebe für den süßen Geschmack ist angeboren und hat in der Evolution das Überleben des Menschen gesichert. In der heutigen Zeit geht es darum, den modernen Lebensstil so anzupassen, dass wir uns unserer prähistorischen Präferenzen für Süßes bewusst sind und sie genussvoll leben können: im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung und in Kombination mit ausreichend Bewegung. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es unter www.mitZucker.de.

 

Autor: Redaktion


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