Spiritualität - die Seele des Business



Spiritualität und Business - zwei Welten, die sich kaum verbinden lassen?

Spiritualität und Business - zwei Welten, die sich kaum miteinander verbinden lassen. So die

weitläufige Meinung. Doch stimmt das wirklich? „Spiritualität haucht der Wirtschaft Seele ein“, sagt Erfolgscoach Christine Hofmann.

Bild: Gert Altmann / pixelio.de
Bild: Gert Altmann / pixelio.de

Fast zwei Millionen Treffer liefert Google für

das Schlüsselwort Spiritualität im deutsch-sprachigen Raum, doch wer hier eine klare Definition erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht. Unzählige Abhandlungen und Betrachtungsweisen von Religion bis Esoterik versuchen, das nicht Fassbare begreifbar zu machen. Dabei unterscheiden sich nicht nur die konkreten Ausprägungen, sondern auch das grundsätzliche Verständnis von Spiritualität. So wundert es auch nicht, dass manch einer Schwierigkeiten damit hat, Spiritualität für sich selbst zu definieren und bewusst einzusetzen.

Der Mensch als spirituelles Wesen

Spiritualität und Business scheinen heute genauso schwer vereinbar zu sein, wie Beruf und Privatleben. Work-Life-Balance versucht bei letzterem eine Verbindung zu schaffen, doch geht das auch mit Spiritualität? „Warum nicht“, sagt Christine Hofmann, Erfolgscoach. „Tief im Inneren wissen wir, dass wir unser Leben nicht in unabhän-gige Bereiche aufteilen können. Unser Glaube, Wertevorstellungen, Erfahrungen und aktuelle Erlebnisse beeinflussen den privaten Alltag ebenso wie unser Berufsleben. Sind wir privat gestresst, sind wir

das auch im Job. Und ist der Geldbeutel leer, ist er das nicht nur zu Hause, sondern auch am Arbeitsplatz.“  

 

Im Grunde ist jeder Mensch spirituell und lebt Spiritualität auf seine eigene Weise - sei es als westliche, orientalische bzw. fernöstliche Religion oder als alternative Weltanschauung, Esoterik usw. So machen die einen Yoga, autogenes Training oder sie meditieren. Andere gehen den Jacobsweg, machen eine Auszeit in einer einsamen Berghütte oder gehen sonntags in die Kirche. Man liest inspirierende Bücher, besucht Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung oder macht einen Klosterurlaub. Das alles ist gelebte Spiritualität.

 

Spirituell zu wachsen bedeutet, sich aus den Begrenzungen der eigenen Persönlichkeit zu befreien, sich zu öffnen und Wahrheiten

zu finden, die jenseits des Sichtbaren liegen. Wir finden Zugang zu unserem inneren Selbst, leben bewusst, gestalten unser Leben aktiv, können geistige und intuitive Fähigkeiten besser nutzen und finden die Liebe in uns, die wir gerne mit anderen teilen.

Spirituelle Intelligenz als Führungskompetenz

Vertrauen, Anerkennung, Mitgefühl und gegenseitige Unterstützung sind die Basis einer erfolgreichen Unternehmenskultur, in der sich Mitarbeiter wohlfühlen und zu Höchstleistungen motiviert sind. Dazu müssen Führungskräfte neben rational-analytischen Kompetenzen auch über emotionale und soziale Kompetenzen verfügen. Die spirituelle Intelligenz (SQ) ist dabei ein entscheidendes Wesensmerkmal.


Spiritualität bedeutet, aus der Mitte zu leben, die Kräfte des Herzens zu entfalten und dem Wohle aller zu dienen. Wenn Menschen ihre spirituelle Intelligenz leben, verändern sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Unternehmen, in denen sie arbeiten und sogar darüber hinaus.

 

„Führungskräfte, die ihren Spirit leben, hauchen der Wirtschaft Seele ein“, sagt Christine Hofmann und erklärt weiter: „Gelebte Spiritualität schenkt uns einen achtsamen Umgang mit der eigenen Person, mit Mitarbeitern und unserem gesamten Umfeld – auch mit „Mutter Natur“. Sie öffnet uns für die Ganzheit der Welt und lässt uns in dem Wunsch wachsen, etwas von dem zurückzugeben, was wir erhalten haben. Dann gibt es keinen Platz für Betrug, Neid, Gier und Geiz. Fülle, Freiheit, Erfüllung und Erfolg können zum festen Bestandteil von Leben und Arbeiten werden.“

Seminar: Spiritualität und Business

Dass viele Menschen mit dieser Spiritualität noch nichts anfangen können, liegt vor allem daran, dass es von jedem selbst gewollt und gelebt werden muss. Diese Veränderungen müssen die Überzeugungen von Managements und Führungskräften erst noch erreichen. Weiterbildungen können den Weg dazu ebnen. Christine Hofmann bietet diverse Vorträge, Workshops und Seminare an, bei denen die Teilnehmer ihren persönlichen Spirit finden und lernen, wie sie Wohlstand und Fülle in Beruf und Leben integrieren können.

 

Weitere Informationen auf der Webeite www.reichtum-erleben.de.


Autor: Sylke Zegenhagen

Redaktioneller Service


Christine Hofmann ist Erfolgscoach und "Türöffnerin zwischen Spiritualität und Business". Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Spiritualität sachlich aufzuarbeiten und mit detaillierten Hintergründen und Anwendungsmöglichkeiten einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen.



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Bild: Thomas Francois - Fotolia.com




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Kommentare: 2
  • #1

    Harald Jentsch (Donnerstag, 07 August 2014 21:11)

    Spiritualität in der Führungsebene - so wie ich sie kennen gelernt habe - ist wie Feuer und Wasser. Die sogenannten "Führungskräfte" sind so sehr von sich eingenommen, dass sich der kleinste Schritt in Richtung Spiritualität wie eine Art Schwäche darstellt und somit - vor allem vor Kollegen und Mitarbeitern - umgangen und gemieden wird. Sich zu hinterfragen, ob der eingeschlagene Weg vielleicht der Falsche ist oder Schwäche zu zeigen oder gar Mitgefühl... Fehlanzeige. Und mit dieser Einstellung sollen sich die Damen und Herren einem spirituellen Seminar widmen?? Es gibt noch viel zu tun..:-)

  • #2

    Marianna M. (Freitag, 08 August 2014 00:00)

    In Chefetagen bedarf es einer Bewusstseinsänderung - vom Ich zum Wir. Die Transfirmation hat gerade erst begonnen und es wird lange dauern, bis es sich durchsetzt. Gut, dass es Menschen gibt, die hier die ersten Schritte tun und sich nicht abschrecken lassen. Das ist ein toller Artikel, der einen guten Beitrag leisten wird.