PowerPoint: Mit bunten Folien ins Schwarze treffen


PowerPoint, meist genutztes Präsentationsprogramm 

Bild: Marianna Leins
Bild: Marianna Leins

Seit Jahren tobt die hitzige Debatte über Sinn und Unsinn von PowerPoint-Präsentationen. Doch trotz aller Unkenrufe - PowerPoint bleibt das meist genutzte Präsentations-programm weltweit. Richtig angewandt, macht es Vorträge lebendig und zieht das Publikum in den Bann.


 

PowerPoint scheidet die Geister: Für die einen ist es das ultimative Präsentationsmittel, anderen sträuben sich schon beim Gedanken daran alle Nackenhaare. So beispielsweise dann, wenn Verkaufsleiter Benno Krause im Meeting mal wieder versucht, der schläfrigen Verkäufermeute die neuesten Umsatzzahlen, Strategien und Unternehmensziele mit seiner ach so tollen Präsentation einzuhämmern. 

 

Und das sind auch die größten Vorurteile gegenüber PowerPoint: langweilige stundenlange Präsentationen und nichts als Zahlen, Daten, Fakten. Selten erzählt mal jemand eine spannende Geschichte und schafft es, die Zuhörer zu begeistern. „Der PowerPoint Irrsinn“ betitelt auch die FAZ einen am 16.07.14 erschienenen Artikel und geht sogar noch weiter: „PowerPoint macht dumm“, behauptet die Autorin und beruft sich dabei auf die Aussagen des Bildungsforschers Christof Wecker. Der Münchner Wissenschaftler hat weltweit 40 Studien zum Thema PowerPoint ausgewertet. Sein Fazit: Wer eine Folie sieht, hört nicht mehr zu und vergisst die Inhalte schneller. Deshalb Folien ausblenden, wo immer es geht.

 

Ist die Ära der PowerPoint Präsentationen nun vorbei? „Keineswegs“, sagt Dipl. Betriebswirtin Marianna Leins. „Durch langweilige, von Fakten geprägte, dicht bestückte Folien in überlangen Präsentationen ist das sehr sinnvolle Werkzeug in Verruf geraten. Doch auch die Alternativen Flip Chart und Pinnwand können vor langweiligen Vorträgen nicht schützen. 

Letztendlich hängt es doch davon ab, mit welcher Kompetenz Präsentationen vorbereitet werden und ob es der Redner versteht, die Zuhörer in den Bann zu ziehen. Mit Kreativität, Humor und guten rhetorischen Fähigkeiten lässt sich auch das trockenste Thema spannend vermitteln. Ob dabei nun PowerPoint, Flip Chart, die klassische Pinnwand oder eine Kombination der Werkzeuge zum Einsatz kommt, macht dann keinen Unterschied“, so die Expertin.

Die Vorteile von PowerPoint sind unschlagbar

Nach 25 Jahren PowerPoint werden die Folien bei vielen Unternehmen, Behörden, Verbänden, in Hörsälen und auf Laptops tausender Vertreter und Verkäufer immer noch gerne genutzt. Sogar in Klassenräumen geht es nicht mehr ohne. Von jedem Neuntklässler wird heute erwartet, dass er mit PowerPoint umgehen kann und sein Referat mit Folien unterlegt.

 

Dabei ist PowerPoint viel mehr als ein paar Folien mit Worten und Bildchen. Mit PowerPoint können hochwertige Präsentationen erstellt werden, welche die Aussagen des Redners eindrucksvoll visualisieren und den Vortrag unterstützen. So können unter anderem aussagekräftige Diagramme und Organigramme erzeugt, Videos erstellt, Tabellen und Statistiken eingefügt und Inhalte mit Kommentaren, Filmsequenzen und sogar Soundeffekten wirkungsvoll in Szene gesetzt werden. 

Die häufigsten Fehler

Wer komplexe Zusammenhänge erläutern oder Entwicklungen über einen längeren Zeitraum plastisch und eindrucksvoll darstellen will, kommt an PowerPoint oder anderen Präsentationsprogrammen nicht vorbei. Erfolgreich ist allerdings nur, wer ein paar Kleinigkeiten beachtet:

 

Als häufigste Fehler sieht Marianna Leins eine zu lange Präsentation, zu viele Folien und eine Überladung der Seiten mit zu viel Schrift, Grafik etc.. Auch Bilder mit schlechter Auflösung und eine unprofessionelle Untermalung mit Ton und Musik wirken auf Zuschauer eher abschreckend.


Für die Erstellung der Präsentation rät die Expertin:  


  1. Konzentration, statt Informationsfülle: Achten Sie schon bei der Zusammenstellung der Inhalte auf das Wesentliche. Was muss unbedingt rein? Worauf kann verzichtet werden? 
  2. Bauen Sie Ihren Vortrag Schritt für Schritt auf, anstatt später aus einem überlangen Skript immer mehr wegzustreichen. 
  1. Begnügen Sie sich mit wenigen Folien, die nur die wichtigsten Inhalte zusammenfassen bzw. unterstützen. Fragen Sie sich bei jeder Folie: Interessiert es das Publikum wirklich? Wie hilft es dem Zuhörer weiter? Liefere ich Neuigkeiten, Interessantes, Unterhaltsames?
  2. Trainieren Sie auch Ihre rhetorischen Fähigkeiten. Das Publikum will unterhalten, informiert und überrascht werden. Durch eine gründliche Vorbereitung, ein fundiertes Know-how und den gezielten Einsatz von Präsentationstechniken wird dem Publikum auf unterhaltsame und einprägsame Art und Weise ein echter Mehrwert vermittelt.

Mit PowerPoint begeistern lernen

Marianna Leins produziert Videokurse, die dem Anwender dabei helfen, den Umgang mit verschiedenen Programmen (u. a. PowerPoint) zu erlernen und in deren Handhabung sicherer zu werden. Sie erstellt Unternehmenspräsentationen, hält Seminare, Kurse und individuelle Trainings, in denen die Teilnehmer lernen, wie sie pfiffige Präsentationen erstellen und überzeugende Vorträge halten. Die Videokurse sind sowohl für Privatanwender als auch für Unternehmen, zum Beispiel im Rahmen ihrer E-Learning-Angebote zur Mitarbeiterschulung erhältlich.

 

Mehr Informationen und Bestellmöglichkeit auf der Webseite www.pemm.eu.


 Autor: Sylke Zegenhagen

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