Stress am Arbeitsplatz häufigste Ursache von Krankmeldungen 



Mit betrieblichem Gesundheitsmanagement zum langfristigen Unternehmenserfolg

Experten schätzen den Produktionsausfall durch ausgebrannte Mitarbeiter auf 26 Milliarden Euro und jede dritte Frühverrentung hat ihre Ursache in psychischen Störungen. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement kann dem vorbeugen.

Bild: pat138241 / freedigitalphotos.net
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Nervös, niedergeschlagen, ausgebrannt – immer mehr Berufstätige macht ihre Arbeit krank. So waren laut aktuellen Zahlen im "Stressreport 2012" psychische Erkrankungen mit Burnout-Syndromen in 2012 für über 53 Millionen Fehltage verantwortlich. Das sind 18 Mal mehr Krankheitstage als noch vor acht Jahren.

 



Krankheitstage verursachen Unternehmen Milliardenkosten

Die Folgen permanenter Überlastung und der daraus entstehenden Gesundheitsprobleme sind gravierend: So summieren sich die jährlichen Behandlungskosten für psychische Erkrankungen auf 28 Milliarden Euro. Experten schätzen den Produktionsausfall durch ausgebrannte Mitarbeiter auf 26 Milliarden Euro und jede dritte Frühverrentung hat ihre Ursache in psychischen Störungen. 

 

Aber was sind die beruflichen Herausforderungen, die Menschen stressen und sogar krank werden lassen? Dieser Frage widmet sich Alexander Burkhardt, Heilpraktiker für Psychotherapie und Experte für betriebliches Gesundheitsmanagement, in seiner täglichen Arbeit.

 

Die wichtigsten Faktoren für krankmachenden Arbeitsstress fasst er so zusammen:

 

„Menschen brennen aus, wenn sie an Überlastung leiden und den Stress in ihrer Freizeit nicht mehr abbauen können. Multitasking, Zeit- und Leistungsdruck, Informationsüberflutung und permanente Erreichbarkeit treiben viele Berufstätige in einen ungesunden Dauerstress, der bis zur physischen und psychischen Erschöpfung führt“, so der Gesundheitsexperte.

 

Als besondere Gesundheitsrisiken nennt Burkhardt eine schlechte Arbeitsorganisation, eine gestörte Kommunikation zwischen Unternehmensführung und Beschäftigten und unklare Arbeitsan-forderungen. Auch dauerhafte Fehlbelastungen, wie Über- oder Unterforderung sowie eine anhaltende Arbeitsplatzunsicherheit wirkten sich negativ auf die Gesundheit vieler Berufstätiger aus. 

 

Erstes offenes Zeichen, dass in einem Unternehmen etwas nicht stimmt, ist die Zunahme von krankheitsbedingten Fehlzeiten. Weniger auffällig, aber nicht minder bedeutend, sind Produktivitäts-

verluste aufgrund mangelnder Leistungsbereitschaft der Beschäftigten.


Gesunde Arbeitsbedingungen als Investition für langfristigen Unternehmenserfolg

„Ein Unternehmen, das Mitarbeiter bei gesundheitsförderlichem Verhalten unterstützt und fördert, investiert in sich selbst“ erklärt Alexander Burkhardt. „So können Unternehmen mit einem zielgerichteten Gesundheitsmanagement nicht nur die Motivation ihrer Mitarbeiter fördern, sie stärken damit auch nachhaltig Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und positives Image ihres Unternehmens.“

 

Mit seinen Fachvorträgen, wie “Kein Stress mit dem Stress“ oder “Burn-out – Prävention“ hilft Alexander Burkhardt Unternehmen und Mitarbeitern, innerbetriebliche Stressfaktoren aufzuspüren und Präventivmaßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Ziel ist dabei immer, Arbeitsbelastungen zu minimieren, Betriebsabläufe zu optimieren und persönliche Ressourcen der Mitarbeiter zu stärken.  


Mehr Informationen zu Vorträgen und Kursangeboten auf der Webseite www.vitamaxima.net.

 

Autor: Sylke Zegenhagen

 Redaktioneller Service


Alexander Burkhardt ist Experte für Menschen und Veränderungsprozesse. Mit seinem Unternehmen VITA MAXIMA bietet er Menschen und Unter-nehmen ganzheitliche Unterstützung für eine gestärkte Persönlichkeit und eine gesteigerte Gesundheit.



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Kommentare: 1
  • #1

    Valentina Levant (Donnerstag, 11 Dezember 2014 20:26)

    Eine wunderbare Erinnerung an diesen leidvollen Zustand, von dem so viele Arbeitnehmer jeden Tag betroffen sind. Vielen Dank für diesen Artikel.

    Außer den erwähnten Gründen für Burnout wie z.B. Multitasking, Leistungsdruck und Informationsüberflutung, vermisse ich noch den Aspekt der fehlenden Wertschätzung am Arbeitsplatz. Zu Burnout gehört auch die depressive Komponente, die oft mangels Anerkennung den Menschen in einen verzweifelten Zustand versetzt.

    Es gibt genug Start-Ups, in denen Menschen eine Zeit lang bis zu 20 Stunden am Tag für ihr Ding schuften, ohne am Ende wirklich ausgebrannt zu sein. Erschöpft ja, aber nicht ausgebrannt.
    Es geschieht nämlich ein großer Energieausgleich, wenn Erfolge, Resultate, Wertschätzung und Zuspruch endlich eintreffen.