Woher kommt die Tradition des Christbaumes?



Die Geschichte vom Christbaum

Bild: Karl-Michael Soemer  / pixelio.de
Bild: Karl-Michael Soemer / pixelio.de

An Heiligabend einen Christbaum aufzustellen, ist eine lieb gewordene Tradition. Ob in Europa, Amerika und mittlerweile sogar in Asien - überall holen sich die Menschen ein Stück Natur in ihr Heim. Doch woher kommt diese Tradition eigentlich? Wie kam der Christbaum ins Wohnzimmer?

 

Wie der Christbaum Einzug ins Wohnzimmer fand

 

Seit über 500 Jahren gibt es den Brauch, in der düsteren Winterzeit sein Heim mit grünen Zweigen zu schmücken. Mistel- und Tannenzweige gelten als Symbol für neues Leben und dienten im Mittelalter auch dazu, böse Geister zu vertreiben.  


Vor 595 Jahren wurde der Christbaum das erste Mal erwähnt. Demzufolge wurde der erste Christbaum von der Freiburger Bäckergesellschaft aufgestellt, die ihn festlich mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen schmückte. 

 

Da die Bäume ursprünglich - ähnlich wie Maibäume - im Freien aufgestellt wurden, nannte man sie auch „Weihnachtsmaien“. Um 1800 wurden die Tannenbäume dann von protestantischen Familien ins Wohnzimmer geholt. Damals hing der Baum noch von der Decke. 

Beliebtester Christbaum: Die Tanne

Die katholische Kirche war anfangs gegen die Aufstellung von Christbäumen, denn sie sah in den Weihnachtskrippen ein genügend aussagekräftiges Symbol für das Weihnachtsfest. Zudem gehörten große Waldgebiete der Kirche. Diese wurden in der Weihnachtszeit stark geplündert und das wollte man unterbinden. Um die steigende Nachfrage nach Christbäumen zu decken, wurden deshalb ab Mitte des 19. Jahrhunderts verstärkt Tannen- und Fichtenwäldchen angelegt und die kommerzielle Christbaumzucht begann. Die Nordmanntanne ist in Europa der beliebteste Christbaum und das aus einem einfachen Grund: Die Nadeln pieksen nicht. Doch auch die preisgünstigeren Fichten sind sehr verbreitet.

 

Der Schriftsteller Friedrich Gerstäcker (1816-1872) schrieb das Märchen „Wie der erste Christbaum entstand“. Die Abbildungen im Buch zeigten einen mit Glaskugeln geschmückten Baum. Die ersten mundgeblasenen Christbaumkugeln kamen 1830 auf den Markt, doch nur die feine Gesellschaft konnte sich einen so kostbaren Baumschmuck leisten. Preiswerter und daher beim Volk sehr beliebt waren Leckereien, Selbstgebasteltes und Weihnachtskerzen aus Stearin und Paraffin. Lametta wurde 1878 in Nürnberg erfunden. Es gab dem Baum noch mehr Glanz und erinnert dabei ein wenig an glitzernde Eiszapfen. 

 

Auswanderer nahmen die Christbaum-Tradition mit nach Amerika. So stellte das deutsche General-Ehepaar Riedesel 1781 den ersten Weihnachtsbaum auf dem amerikanischen Kontinent in Sorel / Kanada auf. Noch heute erinnert eine Christbaum-Silhouette vor dem ehemaligen Hauptquartier der Braunschweiger Truppen an dieses Ereignis. 1848 brachte ein deutscher Auswanderer die Tradition auch in die Vereinigten Staaten. Im Jahr 1882 wurde, ebenfalls in den USA, der erste Baum mit elektrischen Lichtern beleuchtet. 1891 bekam auch der amerikanische Präsident das 1. Mal einen Christbaum im "Weißen Haus" aufgestellt. 


Bild: siepmannH  / pixelio.de
Bild: siepmannH / pixelio.de

Symbolfarben für Weihnachten


Grün und Rot sind die christlichen Symbolfarben von Advent und Weihnachten. Dabei steht Grün für die Hoffnung auf Leben im dunklen Winter und auch für die Treue. Die Farbe Rot soll an das Blut Christi erinnern, das er vergossen hat, um die Welt von allem Unheil zu erlösen.

 

Trotz jährlich neuer Trends in Sachen Weihnachtsdekorationen bleiben Grün und Rot als traditionelle Weihnachtsfarben am beliebtesten. Sie finden sich in Tischdekorationen, Weihnachtssternen, in Christbaumkugeln, Kerzen und im Geschenkpapier wieder. Ach der bei Kindern beliebte Santa Claus trägt einen Mantel in weihnachtlichem Rot. 

 

Autor: Redaktion

Quelle: www.weihnachten.de


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