Posten, liken, folgen... Soziale Netzwerke nerven einfach nur



Sozialen Netzwerken fehlt es an Herz, Persönlichkeit und menschlicher Nähe 

Mal ehrlich: Wie viele Kontakte haben Sie in Social Media und wie gut kennen Sie die Menschen aus Ihren Netzwerken wirklich? "Was nutzen zahlreiche Kontakte, wenn sie nur lieblos gepflegt werden“, fragt Expertin Magda Bleckmann. Hier einige Hintergründe.

Bild: stockimages / freedigitalphotos.net
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Manche Menschen sind in fünf, sechs oder zehn sozialen Netzwerken gleichzeitig – und geben dort ihren Geburtstag oder andere Ehrentage preis. Das Ergebnis sind oft Hunderte standardisierte Glückwunsch-Mails. „Pseudo-Glückwünsche“, nennt das die Expertin für Karrierenetzwerke und Kundenbeziehungen Magda Bleckmann. Sie kritisiert die zunehmende Automatisierung der Kommunikation. 

Ihr Fazit: XING und Facebook nerven.


„Ich habe keine Lust darauf, hunderte Mails zum Geburtstag zu bekommen von Menschen, die ich nur flüchtig kenne. Schon gar nicht, wenn ich auf den ersten Blick sehe, dass das eine Standardmail ist, die der ‚Freund‘ an jeden schickt – oder noch schlimmer, wenn er es komplett automatisiert hat“, so Bleckmann. Immer mehr XING- und Facebook-Nutzer setzen für die Kontaktaufnahme auf Software, die Geburtstagswünsche, Kontaktanfragen und Begrüßungsnachrichten standardmäßig bearbeitet. „Das ist eine Unsitte“, so die Profi-Netzwerkerin. Kommunikation verkomme zu etwas Belanglosem.

 

Im Grunde, so Bleckmann, seien Facebook, Twitter, Google+ und XING ja eine tolle Erfindung. Adressen blieben aktuell, die Suche nach Freunden und Kontakten werde vereinfacht und Informationen könnten schnell ausgetauscht werden. „Eine echte Unterstützung beim Netzwerken“, findet sie. Aber in dieser Form sei das schlimmer als gar kein Kontakt. Schließlich müssten Dialoge, Glückwünsche und zwischenmenschliche Kontakte ihren Wert behalten und zumindest ein wenig von Herzen kommen. Kommunikation drohe zu verrohen, eigentlich persönliche Nachrichten würden so zu blanken, und zudem schlecht gemachten, Werbebotschaften. 

„Jeder sollte sich fragen, welchen Wert er sich und seinen Kontakten geben möchte“, meint die Buchautorin Bleckmann, die sich seit Jahren mit Seilschaften, Karrierenetzwerken und Kunden-beziehungsmanagement befasst. „Was nutzen zahlreiche Kontakte, wenn sie derart lieblos gepflegt werden“, fragt sie kritisch. Da sei es doch besser, persönlich anzurufen, eine Karte zu schreiben oder

eine SMS zu senden. Selbst das sei ja in diesen Zeiten schon eine individuelle Geste.

 

XING und Facebook seien gute Werkzeuge, um Geburts- und Ehrentage nicht zu vergessen. Aber Persönlichkeit und Wertschätzung müssten ihren Platz behalten, Individualität gewährleistet bleiben. 


„Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand über lieblose Geburtstags-Mails freut. Das nervt doch nur.“ Sie habe sich längst „vom moralischen Obligo“ verabschiedet, so etwas auch noch zu beantworten. Stattdessen freue sie sich auf Nachrichten von Menschen, die sich die Mühe machen, ihr ein paar persönliche Zeilen oder Worte zu widmen.


Weitere Informationen über Magda Bleckmann, ihre Coachings für Unternehmen und Einzelpersonen, den Themen Netzwerke und Kundenbeziehungen sowie über ihre Vortrags- und Seminartermine gibt es unter www.magdableckmann.at.


Autor: Mag. Dr. Magda Bleckmann

www.magdableckmann.at

Quelle: openPR


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Kommentare: 1
  • #1

    Jörg K. Unkrig (Samstag, 14 März 2015 12:22)

    Stimmt und stimmt auch nicht!
    All das, was Sie schreiben ist nachvollziehbar. Aber was ist die konkrete Konsequenz? Nur man selbst kann etwas daran ändern wie man in sozialen Netzwerken kommuniziert. Ich selbst habe in meinem Xing-Netzwerk ca. 250 Kontakte, die ich persönlich kenne. Die anderen aus Telefonaten oder Mailkontakten, aber auch welche die ich gar nicht kenne. Und trotzdem ist hier aus vier Kontakten eine Verbindung zu einem anderen Kontakt entstanden, aus dem etwas Konkretes geworden ist. Ich habe selbst bei persönlichen Kontakten - und das wird mir auch in vielen Gesprächen immer wieder bestätigt - die Erfahrung gemacht, dass aus etwa 100 Kontakten aus einem etwas Konkretes wird.
    Alles in allem finde ich solche fachliche Artikel gerade heute sehr wichtig...jeder muss sich dann ein eigenes Bild machen....also: Danke für den anregenden Impuls!