Wenn Prüfungs- und Leistungsängste unüberwindliche Hindernisse werden



Was man gegen Prüfungs- und Leistungsängste tun kann

Bild: stockimages / freedigitalphotos.net
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Nahezu jeder Dritte ist von Prüfungs- und Leistungsängsten mehr oder weniger stark betroffen. Das beginnt schon bei Schülern in frühen Jahren, setzt sich fort bei Abiturienten und hindert nicht selten Studenten und ältere Semester bei Aus- und Weiterbildungen, an deren Ende Prüfungen stehen. Auch im Arbeitsleben sind für viele Menschen z.B. bei Vorträgen, Verhandlungen oder Präsentationen die Ängste groß und dadurch die Hindernisse hoch.

 

Was also kann man tun, wenn sich der Kopf bei Prüfungen anfühlt wie mit Watte gefüllt  und das vor einem liegende Blatt leer bleibt? Was hilft, wenn man schon lange vor einer Prüfung nicht mehr schlafen kann und somit auch die Vorbereitung leidet oder sogar als sinnlos angesehen wird?

 

Viele glauben, da hilft nichts. Doch das ist ein Irrglaube. Es gibt sehr wohl Hilfe.  Daher ist es wichtig, in einem allerersten Schritt dem Gedanken, ‚ich bin ein hoffnungsloser Fall, bei mir hilft nichts‘, mit einem gedanklichen Stopp zu widersprechen und durch einen hilfreichen Gegengedanken zu ersetzen - nach dem Motto: "Es gibt Hilfe für mich. Ich informiere mich jetzt."

Gegen diese Ängste kann auf vier Ebenen etwas unternommen werden. Dies sind die körperliche Ebene, der Mentalbereich, der seelische Bereich und die Verhaltensebene.

Die 4 Ebenen der Angst

1.  Auf der körperlichen Ebene hilft  regelmäßige Bewegung wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Joggen oder Walking. Zweimal in der Woche eine gute halbe Stunde können hier schon Wunder wirken. Diese Zeit sollte schon Teil einer entsprechenden Planung sein.

 

2.  Auf der mentalen Ebene werden immer wieder aufkommende negative Emotionen, in diesem Fall Angst, hinterfragt. Was steckt für ein Gedanke dahinter?  Das können Gedanken sein wie: ‚ich schaffe das nicht, die Vorbereitung ist sinnlos‘. Dann hilft es, ein deutlich gedachtes, oder wenn man alleine ist, auch ein lautes "Stopp" auszusprechen und dann einen positiven Gegengedanken zu setzen. "Ich bereite mich gut vor, ich schaffe die Anforderung."

 

3.  Im seelischen Bereich helfen einfache Formen der Meditation. Hier ist es hilfreich, sich z.B. einfach in eine ruhige Ecke zurückzuziehen und sich entspannt-aufrecht sitzend auf seine ruhige Aus- und Einatmung zu konzentrieren. Störende Gedanken werden einfach nicht weiterverfolgt und die Aufmerksamkeit für die Atmung rückt sofort wieder in den Vordergrund.

 

4.  Auf der Verhaltensebene ist es wichtig, nicht die Anforderung zu meiden, sondern sich ihr, gut vorbereitet, zu stellen.

 

Abschließend ist noch festzustellen: für alle genannten Ebenen gibt es noch viele weitere Übungen. Viele finden Sie auch gratis auf meiner Webseite und in meinen Büchern.


Mehr Informationen auf der Webseite www.ziegler-coaching.de


Autor: Werner Ziegler


Werner Ziegler ist Coach, Trainer und Buch-Autor. In seiner über 30-jährigen Tätigkeit, u.a. in Führungspositionen, konnte er praktische Erfahrung im Umgang mit negativem Stress und der Bewältigung von verschiedenen Konflikt- und Problemszenarien sammeln. Sein Fach-wissen gibt er nun an Unternehmen und Einzelpersonen weiter.



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