Coaches: Gut ausgebildet, hoch motiviert, pleite?



Was brauchen Coaches, um sich erfolgreich am Markt zu etablieren?

Jährlich strömen tausende neue Coaches auf den Markt und jeder will ein Stück vom großen Kuchen abhaben. Dabei wissen nur die wenigsten, wie man sich erfolgreich etabliert. Hier

Tipps zur erfolgreichen Positionierung. 

Bild: nuttakit / freedigitalphotos.net
Bild: nuttakit / freedigitalphotos.net

„Erfolgreich selbstständig als Coach“, so oder ähnlich liest man es in den Ausschreibungen, mit denen diverse Anbieter ihre Coach-Ausbildungen an Mann oder Frau bringen wollen. Und tausende folgen dem Lockruf. So entlassen jährlich mehr als 300 Ausbildungsinstitute und private Ausbilder in Deutschland eine Horde frischgebackener Coaches in die Welt. 


Noch stolz auf die bestandene Prüfung und voller Tatendrang folgt schnell das helle Erwachen. Was in der Ausbildung als leuchtende Coach-Zukunft vor Augen stand, entpuppt sich nun in der Praxis als mühevoller Weg, auf den der Absolvent kaum vorbereitet wurde. So sieht sich der Coach einer stetig zunehmenden Wettbewerberzahl gegenüber, Unternehmen haben nicht den erwarteten Bedarf und „Otto Normalverbraucher“ ist ein Coach oft zu teuer.


Dabei ist ein schwieriger Markt nicht der einzige Grund, weshalb sich Coaches nicht erfolgreich etablieren können. Viele Coach-Ausbildungen vermitteln lediglich das Handwerkszeug. Was den Coaches nach der Ausbildung meist fehlt, sind eine klare, unverwechselbare Positionierung und

ein detaillierter Marketingplan mit Instrumenten zur Interessenten-Gewinnung.

Positionierung: Was ist das?

Die Positionierung beinhaltet alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Coaching-Angebote einzigartig zu machen und die Kompetenz und Persönlichkeit des Coaches zu unterstreichen. Wenn ich mir die Webseiten von Coaches anschaue, finde ich immer wieder die gleichen Aussagen. „Potenziale entfalten“, „Persönlichkeit entwickeln“, „Veränderungen herbeiführen“ oder „Führungsqualitäten entwickeln“ heißt es im Branchen-Jargon und dominiert auch im medialen Auftritt. Zielgruppen variieren, doch die Botschaft bleibt dieselbe. Mit der Folge: Die Profile und somit auch die Coaches werden austauschbar.


Der Klient sucht einen Coach, der seinen innersten Bedürfnissen entspricht und auf seiner Frequenz sendet. Dazu will er wissen, wie der Coach denkt, wie er arbeitet und aus welchen Quellen er schöpft. Je deutlicher ein Coach das darstellen kann, umso greifbarer wird er. 

 

Die Persönlichkeit des Coaches ist die Basis für ein erfolgreiches Coaching und zugleich auch für ein gutes Marketing. Voraussetzung dafür ist ein authentischer Auftritt mit einem klaren und stimmigen Selbstbild. Den Anfang macht eine ehrliche, vertiefende Selbstreflexion. Die Gesamtheit von Ausbildungen, Berufserfahrung und Referenzen in Verbindung mit der Biografie des Coaches, seinen persönlichen Stärken, Ansichten, Werten und Motivatoren formen ein individuelles Coach-Profil, welches dann mit den entsprechenden Coaching-Produkten die einzigartige Positionierung schafft.

Was gehört zum erfolgreichen Coach-Marketing?


Zum Marketing gehören alle Maßnahmen, die darauf abzielen, mit

Kunden in persönlichen Kontakt zu kommen und die Beziehung zu ihnen aufzubauen. Grundlage dafür ist ein einheitliches, unverwechselbares Corporate Design, welches sich von der Webseite und Social Media Profilen bis zu Flyern, Broschüren, Coaching-Unterlagen etc. erstreckt. 


Immer wichtiger werden aktives Networking und eine regelmäßige Präsenz in Social Media.

Hier werden Kontakte aufgebaut und der Coach kann sich und seine Kompetenzen einer breiten Öffentlichkeit zeigen. Ein Newsletter ist nach wie vor der Klassiker, doch vor dem Versand steht die Lead-Gewinnung. Dazu bedarf es E-Books, Videos, Potcast's und natürlich immer wieder neuen, frischen Content - auch für den Blog. 


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Presse- und PR Arbeit ist die höchste Form des Empfehlungsmarketings - kein Coach kann heute mehr darauf verzichten. Wenn die Presse über einen berichtet, Webseiten Artikel veröffentlichen und fremde Menschen einen in Social Media weiterempfehlen, bringt das nicht nur viel Aufmerksamkeit, es hat auch eine ganz andere Wertigkeit.

 

Viele Coaches versuchen mit Werbung Kunden für ihre Coaching-Angebote zu gewinnen – mit mäßigem Erfolg. Nur wer als Coach einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt und es geschafft hat, Vertrauen zum zukünftigen Klienten aufzubauen, hat in der Fülle der Angebote eine Chance, überhaupt wahrgenommen zu werden und erfolgreich Kunden zu gewinnen.

 

Autor: Sylke Zegenhagen

Redaktioneller Service


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Kommentare: 2
  • #1

    Peter Reitz (Dienstag, 11 August 2015 14:27)

    Sollte zu jeder guten Coaching-Ausbildung dazugehören!

    Deswegen, nicht warten, sondern am 21.09. dabei sein: :-)

    www.die-coach-macher.de

  • #2

    peter (Dienstag, 19 April 2016 11:34)

    Jetzt den Leitfaden für Coaching-Einsteiger lesen und das
    eigene Business auch planbar machen:

    http://www.amazon.de/Jetzt-werde-ich-Coach-Praxiswissen/dp/3407366108/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1460993155&sr=8-1&keywords=jetzt+werde+ich+coach