Glaubenssätze: Wie sie uns beeinflussen und unser Leben positiv verändern können



4 Tipps, um Glaubenssätze wirksam zu ändern

Was wir denken und für wahr halten, beeinflusst unser Verhalten und somit auch unser Leben. Doch zu oft bremsen uns falsche Denkmuster aus oder schaden sogar. Was wir dagegen tun können, erklärt Coach Franz Waßmer.

Bild: Danilo Rizzuti / freedigitalphotos.net
Bild: Danilo Rizzuti / freedigitalphotos.net

„Ohne Abitur kriegst Du keinen guten Job“, „Erfolg kommt von harter Arbeit“, „Dafür bist Du nicht klug genug“ - die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen, die das Bild von uns selbst, unseren Mitmenschen und der Welt prägen. Sie geben Dingen eine Bedeutung und schaffen einen uns logisch erscheinenden Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Sie beeinflussen unser Denken, Fühlen, Handeln und unsere gesamte Wahrnehmung. 

 

Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, welche Glaubenssätze in ihnen ablaufen. Dabei sind die Auswirkungen offensichtlich und zeigen sich auf vielfältige Weise. So kommt der eine im Job einfach nicht voran, ein anderer findet nie den richtigen Lebenspartner, ein Dritter zieht Unglück magisch an. Falsche Glaubenssätze bremsen den Erfolg, schaden Beziehungen und der Gesundheit und hindern uns an der Verwirklichung unserer Träume. Doch die gute Nachricht ist: Glaubenssätze kann man ändern. Coach Franz Waßmer mit Tipps dazu:

1. Zweifeln Sie sich und Ihre Denkmuster an

Wir leben in unserer eigenen Wirklichkeit - einer Art „Parallelwelt“, die aus unserem Wissen, unseren Erfahrungen und unserem Umfeld, z.B. Eltern, Freunde, Gesellschaft, geformt wurde. Wir glauben das, was wir als wahr empfinden, doch mit einer Änderung der Sichtweise, kann sich auch unsere Wahrheit ändern. So kann der Glaubenssatz “Geld verdirbt den Charakter” sehr praktisch sein, wenn man chronisch pleite ist. Ein reicher Mensch denkt wahrscheinlich: „Mit Geld kann ich so viel Gutes tun.“

 

Wer davon ausgeht, dass alles, was er denkt, eine unumstößliche Tatsache ist, wird auch nichts daran ändern. Der erste Schritt ist deshalb, die eigenen Denkmuster in Frage zu stellen und neue Sichtweisen zu gewinnen.

2. Finden Sie falsche Denkmuster 

Es gibt viele Möglichkeiten, den eigenen Glaubenssätzen auf die

Spur zu kommen. Achten Sie darauf, von was Sie sich angesprochen fühlen. Das können Inhalte in Fernsehsendungen sein, Bücher und Zeitschriften, die Sie lesen, Posts in Social Media etc.. Achten Sie auch auf Verallgemeinerungen, Redewendungen und Sprüche, die

Sie oft gehört haben und die Sie selbst immer wieder verwenden. Schreiben Sie diese Denkmuster auf, und sind Sie bereit, sie zu hinterfragen und sich Neuem zu öffnen. Wenn Sie beispielsweise aufgeschrieben haben, „Niemand mag mich“, dann finden Sie heraus, wie sich dieser Gedanke in Ihnen festsetzen konnte. Fühlten Sie sich oft ungeliebt? Haben Sie Zurückweisungen ertragen müssen? Hat Ihnen jemand gesagt, dass er Sie nicht mag?

 

Prüfen Sie, ob der Glaubenssatz überhaupt noch Gültigkeit hat. Finden Sie dann Beweise, die den Glaubenssatz widerlegen. 


3. Ersetzen Sie falsche Glaubenssätze durch neue

Unbewusst richten wir unseren Fokus auf alles, was unsere Denkweisen bestätigt. Wenn Sie beispielsweise ein neues Auto kaufen wollen, werden Sie auf wundervolle Weise überall das Auto im Straßenverkehr sehen, welches Sie in die engere Wahl gezogen haben. 

 

Wenn Sie Glaubenssätze, die Sie behindern, zurückhalten und Ihre Lebensfreude schmälern, erkannt haben, müssen Sie Beweise dafür finden, dass sie ihre Gültigkeit verloren haben. Wenn Sie beispielsweise seit Jahren der Überzeugung sind „Im Leben bekommt man nichts geschenkt“ und Ihren Fokus darauf gerichtet haben, dass man nichts umsonst bekommt, dann wird es jetzt Zeit, diese Überzeugung zu widerlegen. Erinnern Sie sich, wann Sie etwas geschenkt bekommen haben. Hat Ihnen jemand etwas Gutes getan oder eine Freude gemacht? Haben Sie schon einmal etwas gewonnen?

 

Wenn Sie eine negative Überzeugungen erkannt und als Lüge enttarnt haben, können Sie neue, positive Glaubenssätze bilden: Zum Beispiel: 

  • Erfolg kommt von harter Arbeit. - Meine Arbeit macht Spaß und fällt mir leicht.
  • Keiner mag mich. - Menschen lieben und respektieren mich so, wie ich bin. 
  • Das Leben ist kein Wunschkonzert. - Ich gestalte mein Leben aktiv nach meinen Wünschen.

4. Arbeiten Sie jeden Tag an Ihren Glaubenssätzen

Schreiben Sie Ihre neuen Glaubenssätze und Beweise dafür, dass sie wahr sind, auf ein Blatt Papier. Ihre Aufgabe ist es nun, jeden Tag neue Beweise zu finden und Ihrer Liste hinzuzufügen.

Je öfter Sie sich Ihre neuen Überzeugungen bewusst machen, umso mehr werden sich diese manifestieren. Das Leben wird Ihnen immer mehr Beweise dafür liefern, dass Sie recht haben. 

 

Lesen Sie sich vier Wochen lang jeden Abend Ihre Liste durch und programmieren Sie sich so auf das Positive. Auf diese Weise schreiben Sie Ihre Denkmuster um. 

 

Zum Thema Glaubenssätze bietet Franz Waßmer ein umfangreiches Weiterbildungsangebot. In seinen ZIEL³ Personen & Unternehmens-Coachings lernen die Teilnehmer u.a., was Glaubenssätze sind, wie sie unseren Alltag beeinflussen, welche Glaubenssätze gut sind und welche nur behindern und wie man falsche Glaubenssätze nachhaltig verändern kann.

 

Mehr Informationen und Termine auf der Webseite: www.ziel-3.com

 

Autor: Sylke Zegenhagen

Redaktioneller Service


 

Franz Waßmer ist Coach und Referent und seit 32 Jahren im eigenen Unternehmen tätig. Als Coach für Persönlichkeit und Lebensplanung hilft er Menschen, mehr Klarheit über ihre berufliche und private Orientierung zu erlangen und die für sie sinnvollen nächsten Schritte zu entwickeln.



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