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Leasing statt Kauf: Wie Gründer ihre Anfangsinvestitionen liquiditätsbewusst planen

Wer ein Unternehmen gründet, hat es bald mit einer entscheidenden Frage zu tun: Wie werden die ersten größeren Anschaffungen finanziert? Fahrzeuge, Maschinen, IT-Ausstattung oder Büroeinrichtung kosten Geld, das in der Gründungsphase oft unmittelbarer benötigt wird. An dieser Stelle lohnt sich zu überlegen, ob tatsächlich ein Kauf die sinnvollste Lösung ist oder ob nicht Finanzierungsformen wie Leasing den eigenen Geldbeutel leichter schonen.

Warum Liquidität in der Gründungsphase wichtig ist

In der ersten Zeit nach der Gründung ist das zur Verfügung stehende Geld oft sehr knapp. Die Einnahmen fließen unregelmäßig, während auf der Ausgabenseite Miete, Löhne, Marketingkonzepte etc. ebenfalls regelmäßig fällig werden. Wird nun noch ein größerer Betrag für den Kauf von Anlagegütern (Fahrzeuge, Maschinen) gebunden, wird es sehr eng im Geldtopf für eventuelle Ausgaben, die man nicht vorhersehen kann. Die Banken schauen bei der Kreditvergabe kritisch auf den dringend benötigten Eigenkapitalanteil.

Wer von Anfang an auf eine ausgewogene Liquiditätsplanung Wert legt, schafft sich damit in der Übergangszeit mehr Spielraum für steinige Wege, wo noch keine Planungssicherheit besteht. Sich jetzt schon kundig zu machen, welche Finanzierungswege sich bieten, lohnt sich auf jeden Fall, bevor die erste Investition ansteht. Über die gängigen Leasingarten für Unternehmen informiert man sich beispielsweise bei Leasings.de.

Leasing statt Kauf oder Kredit?

Kauft man klassisch, fließt das Kapital sofort und ganz ab, das Gut steht nun im Eigenbesitz des Unternehmens. Ein Kredit verteilt die Last auf die nächsten Jahre, verändert aber damit auch die Bilanzstruktur, weil eine Verbindlichkeit eingetragen wird. Leasing hingegen funktioniert anders. Die monatlichen Raten werden in der Regel als Betriebsausgabe verbucht, mit dem Objekt selbst bleibt die Leasinggesellschaft Eigentümer. Für junge Unternehmen bedeutet das kalkulierbare, monatlich gleichbleibende Kosten ohne große Einmalzahlung.

Ob sich Leasing im einzelnen Fall lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu beachten sind die erwartete Nutzungsdauer, die Wertentwicklung des Wirtschaftsgutes sowie die steuerlichen Gegebenheiten im Unternehmen. Bei Wirtschaftsgütern mit schneller technischer Alterholung z. B. IT-Hardware kann Leasing noch den Vorteil bringen, regelmäßig auf aktuelle Technik umstellen zu können, ohne die alten Geräte verkaufen oder entsorgen zu müssen.

Welche Kennzahlen Gründer vor einer Leasingentscheidung prüfen sollten

Unter mehreren betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sind vor Vertragsabschluss die Eigenkapitalquote, die Auskunft darüber gibt, wie stabil die gesamte Finanzierungsstruktur ist, die Amortisationsdauer, nach welcher Zeit die mit einer Investition erzielten Erträge sich selbst refinanzieren und der Cashflow, d. h. die tatsächlich nach Abzug aller laufenden Zahlungsverpflichtungen noch zur Verfügung stehenden liquiden Mittel zu prüfen.

Auch die Vertragslaufzeit ist eine nähere Betrachtung wert. Leasingverträge, die lange über die tatsächliche Nutzungsdauer hinauslaufen, können unter Umständen teure Objekte einfordern, die im Betrieb längst überflüssig geworden sind. Zu kurze Laufzeiten dagegen zwingen, das aufwendige Ende des Leasingvertrages neuerlich zu investieren, obwohl das Gut noch arbeitsfähig wäre. Eine realistische Einschätzung der eigenen Wachstumsprognose hilft, die richtige Laufzeit zu finden.

Typische Leasingvarianten und ihre Vorzüge für Start-ups

Zur praktischen Handhabung haben sich zwei vorwiegende Leasingvarianten gebildet. Beim Operating-Leasing trägt der Leasinggeber das wirtschaftliche Risiko, die Laufzeit ist meist kürzer als die technische Nutzungsdauer des Objektes. Operating-Leasing eignet sich vor allem für Güter, die häufig erneuert werden sollen. Beim Finanzierungsleasing liegt das Risiko mehr beim Leasingnehmer, die Laufzeit ist mehr an der tatsächlichen Nutzungsdauer orientiert.

Gerade für Gründer mit geringem Startkapital hat Operating-Leasing den Vorzug, laufende Verpflichtungen geringer und flexibler zu halten. Wer jedoch langfristig planbare Anschaffungen tätigen will, wie etwa Maschinen mit langer Lebensdauer, kann beim Finanzierungsleasing unter Umständen günstigere Konditionen erzielen.

Die Entscheidung zwischen Kauf, Kredit und Leasing wird in jedem Fall auf Grund der individuellen Geschäftsentwicklung getroffen werden müssen. Ein Überblick über Liquiditätsrücklagen, Wachstumsgedanken und steuerrechtliche Bedingungen gibt die notwendige Orientierung für die Entscheidung. Wer diese Faktoren früh genug vergleicht, verschafft sich in den entscheidenden ersten Jahren genügend finanziellen Spielraum.