Gutesa/shutterstock.com

Erfolgreich Verhandeln als Gründer: Diese Tipps helfen

Gerade in der Gründungsphase eines Unternehmens gibt es zahlreiche Anlässe, zu denen Verhandlungen geführt und Vereinbarungen getroffen werden müssen. Wer in solchen Situationen kein Verhandlungsgeschick an den Tag legt, der kann sein junges Unternehmen oft nicht voran bringen. Unsere nachfolgenden Tipps helfen dabei, selbstsicher und erfolgreich in Verhandlungen zu gehen und dadurch zur Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens beizutragen.

Verhandeln lernen: theoretisches und praktisches Verhandlungswissen

Gute Verhandlungen zu führen hat nichts mit Talent oder Glück zu tun, sondern ist vielmehr eine Frage von Übung und Wissen. Wer sich bisher bei geschäftlichen Verhandlungen sehr unsicher fühlt und mit den Ergebnissen nicht zufrieden ist, der kann sich Hilfe vom Profi holen. Bei einem Verhandlungscoaching lernen Teilnehmer die wichtigsten Verhaltensregeln, Verhandlungsstrategien und stärken ihre persönlichen Fähigkeiten.

Das Training hilft dabei, selbstsicher als Verhandlungsführer in wichtige Termine zu gehen, die eigenen Interessen konsequent zu vertreten und dadurch das bestmögliche Ergebnis für das eigene Unternehmen zu erzielen. Auch nach dem Coaching ist es wichtig, immer in Übung zu bleiben. Daher sollte man Verhandlungssituationen nicht aus dem Weg gehen, sondern sie als nützliche Trainingsmöglichkeit verstehen.

Am eigenen Auftreten arbeiten

Die eigene Ausstrahlung kann maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf einer Verhandlung haben. Wird die Verhandlungssituation bereits unsicher betreten, zweifeln Verhandlungspartner automatisch die Kompetenz ihres Gegenübers an, was sich nachteilig auf den Ausgang auswirken kann. Ein selbstsicherer Auftritt hingegen lässt beide Parteien auf Augenhöhe miteinander in das Gespräch gehen. Das schafft die idealen Voraussetzungen für eine gute Verhandlungsführung. Zu einem selbstsicheren Mindset gehört auch, dass man ein klares Verhandlungsziel vor Augen hat.

Daher ist es wichtig, vorab das eigene Verhandlungsziel zu definieren und zu verinnerlichen. Etwas Kompromissbereitschaft ist jedoch ebenfalls wichtig, denn wer starr auf seiner Position beharrt, der wirkt auch in der Geschäftswelt unsympathisch und kann möglicherweise nicht auf eine weitere Zusammenarbeit hoffen. Es ist daher sinnvoll im Vorfeld zu klären, wo Verhandlungsspielraum besteht und welche Punkte aus unternehmerischem Interesse nicht verhandelbar sind.

Weitere Tipps für erfolgreiches Verhandeln

Um den Verhandlungspartner kennenzulernen und seine Strategie zu verstehen, bietet sich zunächst eine zurückhaltende Strategie an. Beim Zuhören erfährt man, welche Ziele das Gegenüber verfolgt und lernt seine Taktik besser kennen. Völlige Passivität ist jedoch nicht hilfreich, da sie Desinteresse ausstrahlt. Stattdessen ist es besser, zwischendurch Rückfragen zu stellen und den Blickkontakt zu halten. Eine vertrauensvolle Verhandlungsbasis lässt sich im Anschluss aufbauen, indem Verständnis für den Verhandlungspartner gezeigt wird.

Auch die Herausstellung gemeinsamer Ziele oder Wertvorstellungen kann jetzt hilfreich sein. Auf einer Vertrauensbasis lässt sich danach leichter ein Kompromiss finden, welcher für beide Verhandlungspartner tragbar ist. Für Gründer mögen solche Verhandlungssituationen anfänglich herausfordernd sein. Die gute Nachricht ist jedoch: Mit jeder Verhandlung wachsen die eigenen Fähigkeiten und das Selbstvertrauen.